Klare Sicht – Tipps zum Fensterputzen ohne Schlieren

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Beim Fensterputzen kommt es nicht nur darauf an, den Schmutz zu beseitigen, sondern auch Schlieren zu vermeiden.

Die ersten Sonnenstrahlen drücken sich durch das Morgengrauen. Der dampfende Kaffee steht auf dem Küchentisch.

Beim gut gelaunten Blick durch das Küchenfenster kann allerdings ein frühmorgendlicher Schock drohen: Wer statt Sonne und weiter Welt nur graue Schlieren und Streifen sieht, wird auf unangenehme Art und Weise an den anstehenden Fensterputz erinnert.

Zumindest einmal im Jahr putzt so gut wie jeder die Fenster: nämlich beim Frühjahrsputz. Als empfohlen gilt ein Fensterputz-Gang von mindestens zwei- bis dreimal pro Jahr. In Kinder-, Tier- und Raucherhaushalten macht die höhere Schmutzbelastung das eigentlich klare Fensterglas noch wesentlich schneller zu scheinbarem Milchglas. Auch in schadstoffbelasteten Gegenden reicht der Frühjahrsputz in der Regel nicht aus, um klare Sicht zu bewahren. Nach dem Putz-Gang wartet oft eine böse Überraschung: Plötzlich zieren das Glas noch mehr Streifen und Schlieren. Echte Putzteufel wissen es, dieses Phänomen zu vermeiden. 

Das richtige Wetter gegen Fensterschlieren

Schlieren bilden sich beim Fensterputzen vor allem an den Stellen, an denen das Reinigungsmittel zu schnell trocknet. Hagel, Schnee- und Regenfälle eignen sich zum Fensterputz vielleicht nicht. Trotzdem sollten die Fenster nicht gerade in der heißen Mittagssonne geputzt werden. Der frühe Vogel fängt den Wurm. Wer in den sanften Sonnenstrahlen eines Schönwettermorgens die Fenster putzt, vermeidet schnell trocknendes Putzmittel und erkennt drohende Schlieren im Zweifelsfall besser. Das Allerbeste daran: Gute Laune trotz Putzarbeit ist beim Schönwetterputz garantiert. 

Die Mischung macht‘s

Wie erfolgreich der Fensterputz ausfällt, hängt nicht zuletzt vom Putzmittel ab. Falsche Putzmaterialien begünstigen Streifen- und Schlieren-Bildung. Teure Glasreiniger müssen es nicht zwingend sein. Diese Reiniger eignen sich eher zur Beseitigung kleinerer Abdrücke oder Flecken. Auch Hausmittel zum Fensterputzen sind gut gemeint, aber gegen Schlieren nicht zwingend erforderlich. Das Grundreinigungsmittel für schlierenlose Fenster sollten ein paar Tropfen haushaltsübliches Hand-Spülmittel sein, die mit etwas Spiritus in fünf Litern Wasser aufgelöst werden. Minimalisten dürfen sich freuen: Grundsätzlich ist weniger beim Fensterputz mehr. Zu viele waschaktive Substanzen verschmieren die Scheiben und lassen Schmutz schneller wieder anziehen. 

Das Material, aus dem Fensterträume sind

Ohne den richtigen Putzlappen ist dem Fenster-Putzteufel die Existenzgrundlage genommen. Topfschwämme schädigen die Scheibe oder den Rahmen. Fusselfreie Lappen, Vlies oder saugfähige Schwämme sind bessere Materialien. Um Reste des Reinigungsmittels fortzuspülen, werden die Scheiben abschließend mit klarem Wasser nachgespült. Wasserreste lassen sich mit einem Fensterleder, einem saugfähigen Tuch oder, noch besser, einem Abzieher entfernen. Wer den Abzieher unter Krafteinsatz nicht in schlangenförmigen Linien von die Schieben herunterziehen will, greift auf kabellose und elektrische Fenstersauger zurück, wie sie zum Beispiel bei fenstersaugertest.org vorgestellt werden. So viel zum Material, aus dem die Träume von klaren Fenstern gemacht sind. Sie zur Realität werden zu lassen, bleibt jedem selbst überlassen.

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