Manuka-Honig – Neuseelands leckeres und gesundes Geheimnis

+
Honig kann nicht nur als Süßungsmittel, sondern auch als Heilmittel eingesetzt werden.

Bereits seit vielen Jahrhunderten gilt der Honig des neuseeländischen Manuka-Strauchs bei den Maoris als Heilmittel für vielerlei Beschwerden.

Dass Manuka-Honig tatsächlich auch gegen gefährliche multiresistente Krankenhauskeime wirken soll, ist noch nicht sehr lange bekannt. Schon lange vor Christi Geburt wussten die Menschen, dass Honig nicht nur ein Süßungsmittel ist. Die Heilwirkung von Manuka-Honig beruht dabei auf dem Zuckerabbauprodukt Methyglyoxal (MGO). 

Manuka-Honig: MGO entscheidend

Grundsätzlich ist in jedem Naturhonig Methylglyoxal enthalten. Doch nur eine hohe Konzentratrion trägt dazu bei, dass dieser antibakterielle Inhaltsstoff für einen spürbaren Effekt sorgt.

Der Manuka-Strauch aus Neuseeland liefert MGO in großen Mengen. Allein in den Blüten sind jedoch noch keine nennenswerten Mengen enthalten. Erst während der Verarbeitung des Nektars zu Honig in der Wabe bildet sich eine größere Menge MGO.

Im Vergleich mit normalem Honig enthält Manuka-Honig 40 mal mehr MGO: So enthält handelsüblicher Blütenhonig pro Kilogramm lediglich 20 mg, Manuka-Honig aber 800 mg MGO. 

Wie und wofür wird Manuka-Honig angewendet?

Manuka-Honig eignet sich sowohl für die innerliche als auch für die äußerliche Anwendung.

Äußerlich angewendet soll er helfen bei

  • Verletzungen (z. B. Schnittwunden, Brandwunden, Hautabschürfungen, chronischen Wunden, diabetischem Fußsyndrom)
  • Insektenstichen
  • Hauterkrankungen (z. B. Akne, Neurodermitis, Hautpilzen, Schuppenflechte, rissiger und trockener Haut)

Innerlich findet er Anwendung bei

  • Erkältungskrankheiten (z. B. grippale Infekte, Husten, Schnupfen, Rachenentzündungen, Nasenneben- und Stirnhöhlenentzündungen, Bronchitis)
  • Magenschleimhautentzündungen, Magenverstimmung, Speiseröhrenentzündung, Magengeschwüre, Sodbrennen, Reflux 
  • Blasenentzündung
  • Darmentzündungen (z. B. Reizdarm)
  • Zahnfleischentzündungen

Bei der äußeren Anwendung können mit Manuka-Honig Wunden desinfiziert werden. Zudem fördert der Honig aus Neuseeland die Wundheilung. Dies geschieht durch die Bekämpfung der krankheitsauslösenden Bakterien, ihnen wird der Nährboden entzogen und Keime können sich weder vermehren noch weiter ausbreiten. 

Wirkung von Manuka-Honig

Manuka-Honig wirkt

  • antiviral und
  • antibakteriell.

Die Wirkung des neuseeländischen Honigs wurde nun auch in mehreren Studien untersucht. Diese konnten belegen, dass MGO wie ein natürliches Antibiotikum wirkt und sogar gegen multiresistente Keime (Ursache für Blutvergiftungen) helfen soll. So wirkt Manuka-Honig den Studien zufolge gegen den gefährlichen Krankenhauskeim Staphylococcus aureus.

Laut Professor Thomas Henle, Lebensmittelchemiker an der TU Dresden, reagiert MGO mit bestimmten Eiweißstoffen und zerstört so die Zellwände der Bakterien. Außerdem blockiert es den Stoffwechsel der Bakterien, sie sterben ab.

Eine Resistenzbildung konnte in den Untersuchungen ebenfalls nicht nachgewiesen werden, so dass Manuka-Honig eine langfristige Alternative zu synthetisch hergestellten Antibiotika sein könnte. 

Einfache Dosierung

Die Dosierung von Manuka-Honig ist – in Abhängigkeit vom Anwendungsbereich – sehr einfach.

Bei der äußerlichen Anwendung wird der Honig direkt auf die Wunde gestrichen. Bei nässenden Wunden muss der Verband täglich gewechselt werden, ansonsten ist ein Verbandswechsel alle 3 Tage ausreichend. Je nach Beschwerdebild sollte der Honig entweder auf das Verbandsmaterial (z. B. bei offenen Wunden) oder auf die Haut (z. B. bei Akne) aufgetragen werden.

Zur innerlichen Anwendung wird je nach Beschwerdebild zwei bis drei mal täglich ein Teelöffel Manuka-Honig eingenommen. Der Honig sollte dabei so lange wie möglich im Mund bleiben und langsam geschluckt werden.

Diabetiker und Kinder unter einem Jahr sollten Manuka-Honig nicht zu sich nehmen, gegen die äußerliche Anwendung spricht jedoch nichts.

Für die Anwendung als Heilmittel ist vor allem Manuka-Honig mit einem MGO-Anteil von 400 sinnvoll. Nur so stellt sich bei der Behandlung ein größtmöglicher Erfolg bei der Heilung ein. 

Manuka-Honig: Kauf und Lagerung

Manuka-Honig ist in jeder Apotheke, im Reformhaus und auch Online erhältlich. 100 Gramm des Honigs mit einem MGO-Anteil von 400mg kosten zwischen 15 und 25 EUR. Um keinen verschnittenen Honig zu erwerben, sollte beim Kauf auf die geschützten Warenzeichen MGO+® und UMF® geachtet werden. Denn nur mit diesen Qualitätszeichen wird echter Manuka-Honig ausgewiesen.

Wie jeder andere Honig auch, sollte Manuka-Honig kühl, trocken und dunkel gelagert werden. Nur so bleiben die hochwertigen Inhaltsstoffe geschützt. Am besten ist der Kauf von Honig in braunen Gläsern, alternativ kann das Glas zur Abdunklung auch mit Papier umwickelt werden. Um ein schnelles Verderben durch Keime zu vermeiden, sollte für jede Entnahme ein sauberer Löffel verwendet werden. Auch wenn Honig aufgrund des hohen Zuckergehalts grundsätzlich jahrelang haltbar ist, sollte er dennoch innerhalb des Haltbarkeitsdatum aufgebraucht werden, denn bei längerer Lagerung gehen die Inhaltsstoffe durch die Reaktion mit Luftsauerstoff verloren. Die Änderung der Konsistenz bei längerer Lagerung ist absolut natürlich, der Manuka-Honig kann dennoch bedenkenlos verwendet werden. 

Fazit: Manuka-Honig lässt sich also als natürliches, vielseitiges und leckeres Heilmittel beschreiben.

Kommentare