Modedesigner der Zukunft immer jünger - Kreatives Hobby für den beruflichen Erfolg

Während am 7. und 8. Juni 2016 Studentin Theresa Brinkmann dem Bundespräsidenten Gauck ein biologisch abbaubares Kleid präsentieren darf, erobert die 15-jährige Isabella Rose Taylor aus Texas die Modewelt mit ihrem eigenen Label.

Die Modedesigner von morgen werden immer jünger. Das wird beim Blick auf die Branche deutlich. Das Entwerfen von Mode scheint der Traum von vielen, doch ohne Talent stehen die Chancen schlecht. Die Konkurrenz wird immer stärker. 

Textilstudentin bei Bundespräsident Gauck 

Theresa Brinkmann ist Textilstudentin an der Hochschule Niederrhein und hat am 7. und 8. Juni die Ehre Bundespräsident Joachim Gauck ihre modische Arbeit vorstellen zu dürfen. Im Rahmen der „Woche der Umwelt 2016“ präsentiert Brinkmann unter der Bezeichnung „Knitwear Connection“ ihr Masterforschungsprojekt in der Hauptstadt. Das Kleid aus grünem Polyester ist biologisch abbaubar und dürfte im Park von Schloss Bellevue gut zur Geltung kommen. Als Vertreterin des Forschungsinstituts für Textil und Bekleidung sowie des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein wird die Studentin am Stand des Gesamtverbands textil+mode zu finden sein. Ausgewählt wurde ihre Arbeit für die Umweltwoche, da sie aufgrund der Verwendung des recyclebaren Garns eine Alternative zu Chemiefasern darstellt. Diolen® 150BT ist ein Garn basierend auf Polymilchsäure. Vier Monate dauert es, bis sich die pflanzlichen Ressourcen biologisch abgebaut haben. Clevere Ideen wie diese sind in Zeiten von Ressourcenknappheit und Klimawandel gefragter denn je. 

Teenager machen Hobby zum Beruf 

Dass junge Menschen im Bereich Mode in Sachen Kreativität zu einigem im Stande sind, beweisen auch andere Talente dieser Zeit. Eine Ausnahmeerscheinung ist Isabella Rose Taylor. Die Texanerin hat es mit gerade einmal 15 Jahren in die Hochbegabtenvereinigung Mensa sowie an die Spitze des Modedesigns geschafft. Im Alter von acht begann sie mit dem Nähen, mit 13 präsentierte sie in New York ihre erste Show. Heute sind ihre grafischen Muster das Markenzeichen ihres Labels. Auf der Austin Fashion Week wurde ihr sogar der Rising Star Award verliehen. 

Ihre Ziele sind ambitioniert, angesichts ihres derzeitigen Erfolgs aber keinesfalls unrealistisch: Sie will eine weltweit erfolgreiche Lifestylemarke führen. In einige Hochglanzmagazine hat sie es bereits geschafft. „Isabella kam über die Kunst zur Mode. Die aus Austin stammende Designerin fing schon früh an zu malen und ihre Kunstwerke werden sogar in verschiedenen Galerien ausgestellt“, berichtet die deutsche Frauenzeitschrift Jolie über Taylor. Früher malte sie mit Öl, mittlerweile hat sie sich der Mode verschrieben und arbeitet fleißig an ihrer globalen Karriere.

Als Wunderkind der Designwelt ist Taylor längst keine Seltenheit mehr. Nicht weniger erfolgreich ist Anna K. Der richtige Name der 20-jährigen Ukrainerin ist Anna Kolomoets, doch sie nennt sich lieber Karenina. Sie begann ihre Karriere mit 14 und startete als Model durch. Kürzlich war sie auf der New York Fashion Week vertreten und konnte mit ihrer eigenen Show begeistern. Ihre Mode verkauft sich inzwischen in 25 Ländern. 

Modedesign zählt heute offensichtlich zu den angesagten Hobbys junger Menschen. Aktuelle Beispiele wie Anna K. oder Isabella Rose Taylor machen vor, dass Talente in dieser Branche nicht früh genug damit beginnen können an sich und ihrer Begabung zu arbeiten. Bei Isabella Rose Taylor markiert ein Nähkurs, den sie in jungen Jahren absolvierte den Wendepunkt ihres Lebens. Im Anschluss begann der Teenager mit dem Schneidern und entwarf persönliche Kollektionen für Freunde. Da sich die Investitionen zu Beginn in Grenzen halten, gibt es nichts, was gegen das Motto „Früh übt sich“ spricht. Nähmaschinen, Stoffe und Schneiderpuppen , werden nicht selten von den Eltern gesponsert, um das Talent des Nachwuchses zu fördern. Ideen kommen entweder von selbst oder werden über die zahlreichen Anregungen von Vorbildern entwickelt. Doch einige der angehenden Designer lösen sich früh von ihren Idolen und greifen stattdessen zu individuellen Markenzeichen, wie es Taylor beispielsweise vormacht. Haben sich die ersten Erfolge eingestellt, entscheidet sich eine zunehmende Anzahl für den direkten Karriereweg und nicht für das oft von Experten aus der Branche empfohlene „Erfahrungen sammeln“ bei bekannten Labels. Sie gründen unmittelbar nach dem Schulabschluss ihre eigenen Firmen und verzichten auf den Umweg über andere Designer. Finanziert wird die Gründung nicht selten von der Familie. 

Internet als Karrierebooster 

Teenager, die neben ihrem Talent das Glück haben von Stars wie Schauspielerin Naturi Naughton oder Sänger Justin Bieber entdeckt zu werden, dürften für die kommenden Jahre ausgesorgt haben. Und dies ist dank Social-Media-Kanälen, YouTube, Blogs, Instagram und Co. nicht abwegig. Während Justin Bieber dem Label „Local Heros“ von zwei jungen Mädchen aus Polen zu weltweiter Aufmerksamkeit verhalf und Lady Gaga Schuhe des 17-jährigen Schuhdesigners Nicolò Giannico Beretta trug, verpflichtete Naturi Naughton die 18 Jahre alte Kyemah McEntyre zum Schneidern eines Outfits, nachdem McEntyre aufgrund ihres selbst gemachten Kleids zum Abschlussball im Internet Aufsehen erregte. 

Die virtuelle Vernetzung erleichtert es jungen Kreativen offenkundig ihre Mode populär zu machen und dient vielen als Abkürzung auf dem Weg nach oben. 

Quelle Fotos: www.pixabay.com („Unsplash“ und „StartupStockPhotos“)

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