Passagiere fordern kinderfreie Flüge

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Auch für Mütter können Kinder auf Langstreckenflüge ganz schön anstrengend sein.

Meistens ist es ganz schön eng. Ellenbogen an Ellenbogen sitzen Passagiere über Stunden im Flieger. Doch noch schlimmer ist ein schreiendes Baby im Nacken. Jetzt fordern immer mehr Fluggäste Flüge ohne Kinder.

Viele Menschen haben Angst vorm Fliegen, doch noch mehr Angst haben sie bei einem Flug neben einem schreienden, boxenden, unkontrollierbarem Kind zu sitzen. Vor allem, wenn es nicht das eigene ist. Amerikanische Medien berichten immer häufiger davon, dass sich Reisende von Kindern äußerst genervt fühlen.

Beispielsweise endete im Juli ein Rechtsstreit zwischen einer Frau und der australischen Fluglinie Quantas mit einem Vergleich: Die Frau hatte behauptet, auf einem Flug von New York nach Australien neben einem schreienden Dreijährigen gesessen und danach einen Hörsturz erlitten zu haben. 

Hitzige Debatte 

"Schreiende Baby's" und "hyperaktive Kleinkinder" sind auch nach einer Studie des Flugvergleichsportal Skyscanner, die unbeliebtesten Sitznachbarn im Flieger.

54 Prozent der Reisenden wollen demnach Familien mit Babys und Kleinkindern in einem eigens für sie bestimmten Bereich platziert sehen. 58 Prozent der kinderlosen Eltern waren von diesem Vorschlag angetan, während auch ein Drittel der befragten Eltern diesen Gedanken unterstützten.

Fluggäste wollen kinderfrei Flüge

17 Prozent der kinderlosen Reisenden sind so vom Kinderlärm genervt, dass sie am liebsten kinderfreie Flüge buchen möchten. Die Umfrage wurde unter 2000 Passagieren durchgeführt.

"Ich würde gerne mehr für einen kinderfreien Flug zahlen", meint Ian Burford in der Onlineausgabe der New York Times. Burford war nach einem Flug von Los Angeles nach England so von Kindergeschrei genervt, dass er eine Facebook-Gruppe mit dem Namen Airlines Should Have Kid-Free Flights (Fluggesellschaften sollten kinderfreie Flüge anbieten) gegründet hat.

ml

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