Schnittschuhe schützen bei Sägearbeiten in der Forstwirtschaft

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Das Sauerland ist berühmt für seine Forstwirtschaft. Hier, in der Mittelgebirgsregion im Süden von Westfalen, befindet sich das Land der Weihnachtsbäume. In jedem Jahr produziert die Forstwirtschaft des Sauerlands etwa 80 Prozent der deutschen Weihnachtsbäume.

In Zahlen sind das rund zehn Millionen Bäume, die geschmückt zu Weihnachten die deutschen Wohnzimmer beleuchten. Zunehmend tragen die Mitarbeiter in den Sauerländer Forsten zum Export bei. Heimische Weihnachtsbäumchen finden ihren Weg sogar in die Türkei und in die Emirate.

Sicherheit für die Füße

Geschnitten werden Tannen und Fichten oft unter extremen Verhältnissen. Nässe und Glätte können Forstarbeiter gefährden. Besondere Schwachpunkte sind neben den Beinen die Füße der Forstarbeiter. Für mehr Sicherheit bei der Arbeit im Wald sorgen deshalb Schnittschutzschuhe. Gefertigt aus hochwertigem Material senken sie die Verletzungsgefahr an den unteren Extremitäten und beim Umgang mit Kettensägen und anderen Werkzeugen erheblich. So schützen sie Beine und vor allem Füße vor den gefährlichen Schnittverletzungen.

Noch vor ein paar Jahren waren die Sicherheitsschuhe, die in der Forstwirtschaft Verwendung fanden, in der Regel robuste Lederschuhe. Um die Zehen zu schützen, gab es im vorderen Bereich bereits Stahlkappen. Im Laufe der Zeit setzten hochmoderne Materialien und Technologien bei der schützenden Fußbekleidung neue Trends. Heute verfügen neuartige Schnittschutzschuhe unter anderem über eine Außenhülle, die belastbar und pflegeleicht ist eine wasserabweisende Membran. Bekannt sind solche Nässeschutzmembranen von Gore Tex Erzeugnissen. Zum traditionellen Schnittschutz im Bereich der Zehen kommt bei den modernsten Schuhen zusätzlich eine verstärkte Sohle. Die Sicherheit im vorderen Fußbereich wird damit ergänzt durch einen ausgezeichneten Schutz vor Verletzungsgefahr von unten. Schutzklassen unterteilen die Schnittschutzschuhe außerdem in Kategorien. Passende Modelle können mit Hilfe von gleichartigen Kriterien ausgewählt werden.

Schutzklassen nach europäischer Richtlinie

Eine EU-Richtlinie schreibt die Einordnung der Schnittschutzschuhe in vier Schutzklassen vor. Näher beschrieben sind diese Klassen und ihre Bedeutung zum Beispiel auf der Webseite von Hoftechnik. Laut Euronorm DIN EN ISO 17249 entspricht jede einzelne Schutzklasse der Belastung, die sich aus verschiedenen Kettengeschwindigkeiten von Schnittwerkzeugen ergeben könnten. In den einzelnen Klassen müssen die Schuhe demnach einer jeweils in Metern pro Sekunde angegebenen höchsten Schnittgeschwindigkeit widerstehen. So entsprechen 20 Meter pro Sekunde der kleinsten Schutzklasse 1. Schnittschutzschuhe, die 32 Metern pro Sekunde standhalten, gehören in die höchste Kategorie 4.

Doch das ist nicht das einzige Unterscheidungsmerkmal für die Schutzschuhe. Die einzelnen Modelle der robusten Fußbekleidung für den Arbeitsschutz in Forsten werden auch danach unterschieden, für welches Gelände sie sich in der Hauptsache eignen. Drei festgelegt Bereiche für den sichern Einsatz unter schwierigen Bedingungen gibt es. In der Klasse E eignen sich die Schuhe für die einfachen bis mittleren Gelände. Ausreichend für sicheres Stehen und Laufen ist hier ein Schuh, der leicht ist und dessen Sohle sich beim Bewegen der Füße gut biegt. Für die Sicherheit des Knöchels und einen bequemen Stand sorgt komfortabler Schaft. Bei mittleren und schwierigen Verhältnissen im Gelände sind Schnittschutzschuhe der S die beste Wahl. Eine schmalere Sohle zeichnet diesen Schutzschuh aus, der Schaft ist wesentlich stabiler. Mit Schuhen der Klasse sind Arbeiten in besonderen Einsatzgebieten möglich, etwa auf nassen Lagerplätzen.

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