Ein Server für jede Gelegenheit: Cloud Server im Kommen

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Server selbst zu verwalten bedeutet für kleine Unternehmen oftmals einen zu großen Aufwand.

Es ist nicht leicht, den Überblick zu behalten, welcher Server für welches Vorhaben am besten geeignet ist. So haben kleine Unternehmen oft weniger Kapazitäten zur Verwaltung eines eigenen Servers, während viele große Unternehmen auf eine Kombination aus gemieteten und eigenen Servern setzen.

Hier erfahren Sie mehr über die einzelnen Begriffe und Funktionen

Im Bereich der gemieteten Server gilt es, nach der zur Verfügung gestellten Leistung zu unterscheiden: Als Dedicated Server (dedizierter Server) kann ein physischer Server bezeichnet werden, den ein Unternehmen nur für sich von einem Anbieter mietet. Dies ist meist ein sehr leistungsstarker Server mit einer fixen Größe, der dem Unternehmen mit der angeforderten Leistung und Speicherkapazität zur Verfügung steht und vom Administrator des Unternehmens eigenständig konfiguriert werden kann. Die Rechner befinden sich im Rechenzentrum des Providers und können je nach Präferenz sowohl mit Windows als auch mit Linux betrieben werden. 

Wie der Anbieter 1&1 erklärt, ist es aber auch möglich, einen Dedicated Server als sogenannten Managed Server zu wählen, bei dem der Hosting-Anbieter die Administration auswählt. Die Alternative der flexiblen Cloud Server bietet sich vor allem für diejenigen an, die sehr stark schwankenden Bedarf an Speicherplatz haben, beispielsweise Online-Shops, die saisonabhängig – etwa zur Weihnachtszeit – mehr Kapazitäten benötigen. Bei solchen Servern lässt sich die Menge an Speicherplatz schnell an den aktuellen Bedarf anpassen. Zu diesem Zweck wird kein einzelner physischer Server angemietet, sondern die entsprechende Menge an Speicherplatz kann auf mehrere Server in den Rechenzentren des Anbieters verteilt sein. Der Kunde bekommt davon nichts mit, sondern kann von seinem eigenen Standort aus immer genau so auf den angemieteten Server zugreifen, als wäre es ein einziger. 

Cloud Computing: Sicherheit geht vor

Bei Cloud Servern gilt es besonders, auf die Sicherheit zu achten und sich vor Fremdzugriffen möglichst gut zu schützen. Dazu tragen nicht nur die physischen Absicherungen der Rechenzentren bei, sondern auch der Schutz vor sogenannten DDoS-Attacken. Bei diesen werden Anfragen auf einen Server von mehreren vernetzten Rechnern gestartet, bis er lahmgelegt ist. Die Angriffe werden oft von unzureichend geschützten fremden Rechnern, aber laut Computerwelt mittlerweile auch von illegal unter falschem Namen angemieteten Cloud Servern gestartet, sodass es schwer ist, die Angreifer zurückzuverfolgen. 

Um sich selbst vor den Folgen von Hacking-Angriffen zu schützen, sollte man im Vorfeld also entsprechende Sicherheitsvorkehrungen treffen. Selbstverständlich gibt es nach wie vor die Option, einen oder mehrere physische Server im eigenen Server-Raum zu verwalten. Der Vorteil ist, dass man selbst die Kontrolle über die Hard- und Software hat. Andererseits ist man als Besitzer auch selbst für Wartung und Administration zuständig, was besonders für kleine Unternehmen einen großen Aufwand bedeuten kann. Größere Unternehmen setzen mittlerweile laut Bitkom mehrheitlich auf die Verwendung von Cloud Servern, oft in Kombination mit eigenen Servern. So können sie die Vorteile beider Optionen nutzen. 

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