Standortfaktor Breitband – Chancen für den Mittelstand

Bis 2019 sollen unterversorgte Gebiete im Kreis Olpe mit einem mindestens 50 Mbit/s schnellen Hochgeschwindigkeits-Internetanschluss ausgestattet werden.

Der Breitbandausbau in den ländlichen Regionen Deutschlands schreitet voran – so auch in Olpe. Bis 2019 sollen alle unterversorgten Gebiete des Kreises mit einem mindestens 50 Mbit/s schnellen Hochgeschwindigkeits-Internetanschluss ausgestattet werden.

Neben Privathaushalten sollen vor allem auch Gewerbegebiete von einem schnellen Internetanschluss profitieren. Der ohnehin schon starke Industrie- und Gewerbestandort Olpe kann somit auch in Zukunft weiter an Attraktivität hinzugewinnen. Die Ausschreibung für den geplanten Ausbau läuft bereits. Interessierte Bieter haben noch bis zum 22.08.2016, 12:00 Uhr die Möglichkeit, einen Teilnahmeantrag beim Kreis einzureichen

Breitband als Grundlage für Wachstum – auch im Mittelstand 

Um in heutiger Zeit wettbewerbsfähig zu bleiben, gehört auch für mittelständische Unternehmen ein schneller Internetanschluss zur Grundvoraussetzung. Die viel diskutierte "vierte industrielle Revolution", auch "Industrie 4.0" genannt, baut auf schnellen Netzwerken auf und bietet große Chancen für den Mittelstand, wie eine Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie aufzeigt. Somit lassen sich nicht nur Attraktivität und Flexibilität des eigenen Betriebes für Produktion und Arbeitnehmer steigern; durch den Einsatz neuer Technologien können auch die Transparenz gegenüber Partnern und die Kundenzufriedenheit erhöht werden. 

Cloud-Computing als Basis digitaler Transformation 

Ein Teil der "Industrie 4.0" und ebenso abhängig vom Breitband-Internet ist das sogenannte Cloud-Computing. In Ländern wie den USA bereits bewährt, wächst auch in Deutschland branchenübergreifend das Interesse an individuellen und skalierbaren SaaS-Lösungen (Software-as-a-Service) wie dem Cloud-Hosting. Die Größe des Unternehmens spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Auch kleine Betriebe ohne große IT-Abteilung können auf Angebote wie den Managed Cloud-Server von 1&1 setzen. Durch die flexibel anpassbare Leistung kann auftrags- und projektorientiert gearbeitet werden und es lassen sich Kosten minimieren. Egal ob zukünftige Automatisierung oder computergestützte Optimierung der eigenen Produktion und Entwicklung, das IT-System wächst dynamisch mit dem Unternehmen mit. 

Industrie 4.0 – auch regional bereits ein Thema 

Auch in direkter Nachbarschaft gibt es bereits innovative "Industrie 4.0"-Projekte. So entwickelte zum Beispiel die Brehmer GmbH & Co. KG aus Wiehl gemeinsam mit dem Labor für Fertigungssysteme in Köln (lfk) und dem BMWi einen neuartigen Sensor für Schleppketten-Messsysteme. Dieser Sensor ist nicht nur wesentlich genauer als bisherige Techniken, die gemessenen Daten lassen sich auch einfach über PC- oder Smartphone-App auswerten. Die automotive center Südwestfalen GmbH mit Sitz in Attendorn kann ebenfalls als Innovationsführer bezeichnet werden. Entwickelt wurde hier ein selbstlernendes Umformwerkzeug. Konkret handelt es sich dabei um eine Presse, die während des Biegens von Blechschenkeln eventuelle Chargenschwankungen ausgleicht und dadurch eine Null-Fehler-Produktion ermöglicht. 

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