Tinte oder Laser – Welcher Drucker soll es sein?

Die Frage nach dem richtigen Drucker ist oft nicht leicht zu beantworten. Rein technisch gibt es große Unterschiede – Laserdrucker sind beispielsweise langlebiger und haben einen geringeren Wartungsaufwand, Tintenstrahldrucker überzeugen durch eine brillante Farbwiedergabe.

Dadurch besitzen beide Druckerarten unterschiedliche Vor- und Nachteile, die nicht von der Hand zu weisen sind. Ein wesentlicher Unterschied zeigt sich bereits beim Anschaffungspreis eines solchen Geräts, denn im Durchschnitt kostet ein Laserdrucker rund 100 Euro mehr als ein Pendant mit Tinte. Dieser Preis entscheidet allerdings letzten Endes nicht über die tatsächlichen Kosten, die durch den Drucker entstehen, denn neben dem Kaufpreis sollten auch die Kosten für Druckerpatronen oder Toner miteingerechnet werden. Mittlerweile gibt es oft vergleichsweise günstige Patronen oder Toner für die gängigen Geräte von Epson oder Dell bei speziellen Anbietern im Netz. Doch auch, wenn die Tintenpatronen bei solchen Händlern günstiger sind als in den regulären Geschäften, so bilden sie doch einen laufenden Posten und müssen regelmäßig neu angeschafft werden. 

Die Unterschiede

Beim Laserdrucker überträgt der Toner den Text bei Temperaturen von 200 Grad auf das Papier. Tintendrucker arbeiten dagegen ganz konventionell mit flüssiger Farbe. Dadurch entstehen Unterschiede in der Qualität und Druckdauer.
  • Laserdrucker arbeiten in der Regel sehr schnell und können Texte besonders scharf darstellen. Außerdem sind mit Laser gedruckte Schriftstücke wesentlich wiederstandfähiger gegen Wasser als ihre Tintenkonkurrenz. Die Nachteile liegen hauptsächlich im Bilderdruck – denn die Farben können sich meist nicht mit der Intensität von Tintendruckern messen. Zudem könnten von Laserdrucker gesundheitliche Risiken ausgehen – diese Theorien sind allerdings noch umstritten und nicht belegt. Grund für diese Theorien sind die winzigen Partikel, die während des Druckvorgangs entstehen und vom Nutzer eingeatmet werden.
  • Beim Tintenstrahldrucker spritzt der Druckkopf kleine Farbtröpfchen auf das Papier und erzeugt dadurch Schrift oder Bilder. Dabei überzeugen meist vor allem Bildqualität und Farbintensität des Tintenstrahldrucks. Allerdings können die Tröpfchen je nach verwendeter Papierart mehr oder weniger stark verlaufen und dadurch das Druckergebnis negativ beeinflussen. Außerdem benötigt ein Tintengerät wesentlich mehr Zeit, um ein Dokument oder ein Bild auszudrucken, wodurch es besonders bei Vieldruckern zu langen Wartezeiten kommen kann.

Fazit

Tintenstrahldrucker sind meist in der Anschaffung günstiger, erzeugen dafür allerdings mehr Kosten durch ihren Tintenverbrauch. Laserdrucker und Toner sind generell teurer, dafür aber auch langlebiger. Dadurch ist der Druckpreis pro Seite bei einem Laserdrucker meist etwas niedriger. Das größte Problem der Laserdrucker ist allerdings immer noch ihre Größe. Die Geräte sind wesentlich größer und schwerer als Tintenstrahldrucker und erzeugen während des Betriebs Feinstaub. Daher gibt es keine allgemeingültige Antwort auf die Frage, welcher Druckertyp besser ist – das entscheidet allein der Verwendungszweck. In der Regel gilt jedoch: Wer regelmäßig sehr viele Textdokumente ausdruckt, fährt meist mit einem Laserdrucker besser, wer Farbfotos in hoher Bildqualität ausdrucken möchte, sollte eher nach einem Tintenstrahldrucker Ausschau halten. 

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