Tipps zum Autokauf

Ob ein gebrauchter Luxuswagen aus dem Internet oder ein neuer Kleinwagen direkt vom Händler – die Möglichkeiten, an das Traumauto zu kommen, sind vielseitig. Worauf ist zu achten, wenn ein neues Fahrzeug her soll und welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

Welches Fahrzeug? 

Bevor man sich einen neuen Wagen anschafft, sollte man wissen, welche Fahrzeugklasse für einen infrage kommt. Dazu sollte man sich fragen: "Wozu benötige ich das Auto" und "Kann ich mir diesen Wagen und die nötigen Haltungskosten leisten"? Das zukünftige Fahrzeug muss bestimmte Kriterien erfüllen. Eine Rolle spielen in der Regel Faktoren wie Größe des Innenraums, Stauraum für Gepäck, Sicherheitsstandards, Fahrleistung, Design und die möglichen Fahrtstrecken. Auch die Haltungskosten sind ein wichtiger Aspekt, den man vor dem Kauf gründlich durchdenken muss. Je größer und klassenhöher ein Wagen ist, desto höher sind die monatlichen Ausgaben. So kann man bei einem Kleinwagen mit Belastungen von 350 bis 450 Euro rechnen. Wagen der Kompaktklasse beginnen bei circa 480 Euro, Vans bei 500 und Mittelklassefahrzeuge bei 600 Euro. Fahrzeuge der Oberklasse sind am teuersten. Hier kann man im Schnitt 1.400 Euro monatlich kalkulieren. 

Gebraucht- oder Neuwagen? 

Auch die Anschaffungskosten spielen für viele eine Rolle bei der Entscheidung zum neuen Auto. Einen Unterschied im Preis macht es, ob das neue Auto ein Gebraucht-, Neu-, Jahres- oder Leasingwagen ist. Die meisten stehen vor der Frage: Gebrauchtwagen oder ein Neufahrzeug. Im Durchschnitt kostet ein Neuwagen um die 28.500 Euro, ein Gebrauchtwagen um die 10.600 Euro. Allerdings sollte man weniger auf den Anschaffungspreis schauen, sondern mehr an die Haltungskosten denken. Ein älteres Gebrauchtfahrzeug ist tendenziell anfälliger. Das heißt, dass teure Werkstattreparaturen wahrscheinlich sind. Bevor man sich ein gebrauchtes Fahrzeug kauft, sollte man sich deshalb Gebrauchtwagenreports wie dieser von der DEKRA anschauen. Bei einem Neuwagen sind Reparaturen weniger kostspielig, denn je nach Modell erhält man hier bis zu 7 Jahre Garantie. Eine immer beliebter werdende Alternative ist der Kauf eines Jahreswagens. Er ist deutlich günstiger als ein Neuwagen, verfügt jedoch über alle Garantien. 

Die Finanzierung 

Dank der Niedrigzinsperiode lässt sich der Fahrzeugkauf problemlos mit einem Autokredit bewältigen. Dazu kann man auf Bankangebote wie dieses der Norisbank zurückgreifen oder einen Ratenkauf annehmen, den mittlerweile so gut wie alle Autohändler anbieten. Fast die Hälfte der Neuwagenkäufe in Deutschland werden mit einem Kredit finanziert. Für einen Gebrauchtwagen greifen 33 Prozent zu einem Darlehen. Ähnlich viele bezahlen das Auto (Neu- sowie Gebrauchtwagen) mit ihrem Angesparten. 

Wo kaufen? 

Heute gibt es vielseitige Möglichkeiten, ein Auto zu kaufen. Zum einen gibt es den Online-Handel, der vorrangig darauf zielt, Autos von kleinen Regionalhändlern oder Privatpersonen zu verkaufen. Am bekanntesten sind Gebrauchtwagenplattformen wie Autoscout24 oder Mobile.de. Eine weitere Anlaufstelle sind die Händler der einzelnen Marken. Die meisten Hersteller bieten auf ihren Onlineseiten nicht nur Neuwagen, sondern auch eine Auswahl an gebrauchten Fahrzeugen. Darüber hinaus sind die örtlichen Autohäuser und Händler eine seriöse Anlaufstelle. 

Worauf achten? 

Vor dem Autokauf sollte man sich gründlich über das Modell, den Marktwert und die Ausstattungs- sowie Finanzierungsmöglichkeiten informieren. Egal was für einen Wagen und wo man ihn kauft – in jedem Fall sollte eine Probefahrt gemacht werden. Dabei sollte man Checklisten wie diese vom ADAC mitnehmen und in Ruhe abarbeiten. Wer wenig Fachkenntnis von Fahrzeugen hat, sollte eine Person mitnehmen, die sich auskennt und einen kritischen Blick auf das Wunschauto wirft. 

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