Warum Bildschirmarbeit den Augen schadet

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 Anzahl der installierten Arbeitsplatzcomputer in Deutschland von 2010 bis 2020 (in Millionen), mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Der Computer ist nicht nur an vielen Arbeitsplätzen unentbehrlich. Auch in der Freizeit blicken viele Menschen beständig auf die Bildschirme von Laptops, Tablets und Smartphones.

Doch was bedeutet es für die Augen, wenn man permanent auf ein Display schaut – um E-Mails zu lesen, SMS zu schreiben oder die neuesten News und Posts mitzukriegen? 

Bildschirmarbeit bedeutet für das menschliche Auge Schwerstarbeit

Das Fixieren des Bildschirms und die nahe Distanz führen dazu, dass sich die Anzahl der Lidschläge verringert. Die Folge: Das Auge wird weniger mit Tränenflüssigkeit versorgt, auf Dauer kommt es zu trockenen Augen. Experten sprechen sogar schon vom Office-Eye-Syndrom. Und das ist gar nicht selten. Was nicht verwundert, denn immerhin nutzen mehr als 60 Prozent der Berufstätigen in Deutschland an ihrem Arbeitsplatz einen Computer – Tendenz steigend: 2010 gab es bereits 26,5 Millionen installierte Arbeitsplatzcomputer, für das Jahr 2020 werden 37,5 Millionen prognostiziert.

Erste Warnsignale sind ein Trockenheits- und/oder Fremdkörpergefühl, Brennen und verschwommene Sicht. Diese Symptome können durch die üblicherweise warme und trockene Luft im Büro noch verstärkt werden. Es gibt jedoch einige Maßnahmen, um dem Office-Eye-Syndrom vorzubeugen. In vielen Fällen reicht es schon, den Augen kurze, aber regelmäßige Bildschirmpausen zu gönnen. Langfristig kann dieses Syndrom schwerwiegendere Folgen wie eine anfälligere Hornhaut und häufigere Bindehautentzündungen nach sich ziehen. Auch das Risiko für eine Kurzsichtigkeit ist deutlich erhöht. Zudem verschlechtert sich die Sehfähigkeit in kürzeren Abständen, sodass die Betroffenen deutlich öfter neue Gläser benötigen. 

Steht ein Termin beim Optiker an, sollte man daher bereits im Beratungsgespräch erwähnen, dass man vorwiegend am Computer arbeitet. Es kann in diesem Fall auch sinnvoll sein, sich beim Optiker nach einer Nulltarif-Versicherung zu erkundigen, wie sie beispielsweise Fielmann in Zusammenarbeit mit der HanseMerkur anbietet. Verändert sich die Sehstärke um mindestens 0,5 Dioptrien, bezahlt die Versicherung neue Gläser, ebenso bei Bruch oder Beschädigung. Brillenträger, die permanent auf die Sehhilfe angewiesen sind, können mit solch einer Versicherung viel Geld sparen. Ebenfalls gut zu wissen: Die Kosten für eine Brille können unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich als außergewöhnliche Belastungen abgesetzt werden. Damit es – zumindest wegen der Bildschirmarbeit – gar nicht erst zu Stress für die Augen kommt, sollten Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf Folgendes achten:

  • Flimmerfreie Bildschirme
  • Beleuchtung des Arbeitsplatzes mit wenigstens 500 Lux
  • Abstand zum Bildschirm von 60 bis 80 cm
  • Die Augen regelmäßig in die Ferne schweifen lassen

   

Bildrechte: Flickr My Glass Raj CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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