Winter Olympiade 2026 - Winterberg will sich bewerben

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Die Stadt Winterberg im Hochsauerland hat eine Vision: Sie bemüht sich als Austragungsort für die Olympischen Winterspiele 2026. Besondere Initiative geht vom Winterberger Tourismusdirektor Michael Beckmann aus, der damit für einiges Aufsehen gesorgt hat.

Winterberg als Austragungsort der Olympischen Winterspiele ist nach Ansicht von vielen Kritikern ein Marketing-Coup, um die Stadt wieder als Urlaubs- und Wintersportort ins Gespräch zu bringen. Der Tourismusdirektor Beckmann steht hinter seiner Vision und hat sich mit einem Brief an Hannelore Kraft (Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen) gewandt, auf deren Antwort er nun wartet.

Die inoffizielle Bewerbung per Brief ist allerdings ein Alleingang des Tourismusdirektors. Winterbergs Bürgermeister Werner Eickler ist nicht auf das Thema Olympische Winterspiele eingestellt. Wie er der Presse mitteilte, sei der Vorstoß Beckmanns und sein Olympiagedanke eine Sache der Tourismus- und Wirtschafts GmbH. 

Michael Beckmann ist indessen von seiner Sache überzeugt. Denn die Winterberger haben bereits reichliche Erfahrungen gesammelt in Bob-, und Rodel-Wettkämpfen. Es wurden bereits zahlreiche Welt-und Europameisterschaften erfolgreich ausgetragen und auch Austragungen von Wettkämpfen im Eiskunstlauf, Curling, Eisschnelllauf und Eishockey wären in den Sportstätten an Rhein und Ruhr möglich, so der Tourismusexperte. Außerdem verweist er auf das dritte Snowbaord-Weltcup-Finale hin, das im März ebenfalls in Winterberg ausgetragen wird. Der Weltcup gilt mittlerweile aufgrund der guten Stimmung und perfekten Organisation als Höhepunkt der Snowboard-Saison. Steile Abfahrten, riskante Rennstrecken und spannende Skievents werden von vielen Wettfreunden geliebt. Sportwetten können für Wintersport und auch für Olympiade und natürlich für jede beliebige Sportart abgegeben werden. Wer auf der Suche nach einem guten Buchmacher für Sportwetten ist, kann sich zum Beispiel auf den Seiten von Wettpro.com ausführlich informieren. 

Olympia-Stützpunkt Winterberg-Willingen 

Auch im Ski-Nordisch-Bereich wäre der Olympiastützpunkt Winterberg-Willingen gut aufgestellt, so Beckmann. Die Willinger Skisprungschanze sei die größte innerhalb der Weltcupszene und sie zieht jährlich zigtausende Zuschauer in die rund 30 km entfernte Wintersportmetropole im benachbarten Hessen. Lediglich ein Biathlonstadion würde noch gebaut werden müssen – ein Traum nicht nur von Michael Beckmann, sondern auch von vielen Bürgern Winterbergs. 

Der Traum von der Winterolympiade im Sauerland und NRW sei – laut Michael Beckmann- auch durchaus logistisch machbar. Mit rund 30.000 Betten wäre die Region Hochsauerland in der Lage, Sportler, Medien sowie Touristen zu beherbergen. Ein Grund mehr für eine Bewerbung Winterbergs für die Olympischen Winterspiele für 2026. Allerdings: Der Touristikdirektor muss erst einmal abwarten bis die Ministerpräsidentin auf seinen Brief antwortet. 

Realität 

Für den Snowboard-Weltcup im März wird Kunstschnee zum Einsatz kommen müssen, weil die Skiregion im Sauerland wegen der vergleichsweise niedrigen Höhenlagen stets mit Tauwetter und Temperaturschwankungen zu kämpfen hat. Auch in den Höhenlagen von Willingen und Winterberg hatte man schon in den vergangenen Jahren mit schlechten Wintern und wenig Schnee zu kämpfen. Das allerdings wären keine guten Voraussetzungen für die Austragung von Olympischen Winterspielen.

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