
Meschede, 03.03.2010 16:30 Uhr
Das Team des Mescheder Stadtmarketing ist wieder komplett. Der neue Geschäftsführer Andreas Marx hat am 1. März seine Arbeit aufgenommen. "Eine Station zum Ankommen", bezeichnete der 35-Jährige bei der Vorstellung den beruflichen Schritt in die Kreisstadt. Sein Aufgabenschwerpunkt wird auf der Wirtschaftsförderung liegen.
Der Diplom-Geograph hat nach eigener Aussage vor, länger in Meschede zu bleiben, was Heinz-Dieter Tschuschke, Vorsitzender des Stadtmarketing-Vereins, und Bürgermeister Uli Hess mit Freude aufnahmen. Beide sehnen sich nach Kontinuität auf dieser für den Wirtschaftsstandort wichtigen Position. Die Vorgänger Wolfgang Weiß und zuletzt Michael Kaiser hatten nach einigen Jahren die Herausforderung anderswo gesucht. "Wir haben keinen fortgetrieben, die Weggänge waren immer persönlich motiviert, da sich die handelnden Personen aus ihrer Tätigkeit in Meschede heraus anderweitig profiliert haben", sagte Tschuschke. Und Uli Hess machte nochmals deutlich: "Wir sind an Kontinuität interessiert." Der neue Geschäftsführer des Stadtmarketing sieht darin kein Problem: "An mir soll es nicht scheitern", betonte Marx, dessen Vertrag auf fünf Jahre ausgelegt ist. Insgesamt 38 Bewerbungen waren auf die Stelle eingegangen. Mit neun Kandidaten hatte sich der Stadtmarketing-Vorstand genauer befasst. Andreas Marx setzte sich am Ende durch.
In Meschede soll der gebürtige Rotenburger (Fulda) Ansprechpartner für Unternehmen und Existenzgründer sein und den Wirtschaftsstandort vorantreiben.
Marx war in seiner vorangegangenen Station als Projektmanager im Standortmarketing beim Regionalmanagement in Kassel tätig und kann daher in Meschede auf seine planerischen Kenntnisse zurückgreifen. Die Probleme in Kassel und Meschede seien durchaus vergleichbar, insbesondere was die Demographie betrifft, meinte der neue Geschäftsführer. Konkrete Ziele vermied er jedoch bewusst auszugeben. Marx: "Ich möchte zunächst schauen, wie mein Vorgänger gearbeitet hat, und erfahren, wie Meschede und das Sauerland funktionieren. Dann wird man sehen, an welchen Stellen meine Ideen deckungsgleich sind."
Uli Hess steckte schon einmal grob das Aufgabenfeld der näheren Zukunft ab: "Die Erweiterung des Gewerbegebietes in Enste hat Priorität", so der Bürgermeister. Den Masterplan Innenstadt und eine neue Nutzung der Hertie-Flächen nannte er als weitere Schwerpunkte. "Es gibt genug zu tun", meinte Tschuschke mit Blick auf die bevorstehenden Monate und Jahre. Und nach den obligatorischen 100 Tagen im Amt will Andreas Marx dann verraten, was er sich konkret für Meschede vorstellt.
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