14-Jähriger in Bonn wegen 70 Straftaten angeklagt

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Symbolbild.

Bonn - Nach einer Serie von Vandalismus, Brandstiftungen und Diebstählen in Königswinter hat die Bonner Staatsanwaltschaft am Dienstag einen 14-Jährigen wegen 70 Straftaten angeklagt.

Der spektakulärste Fall betraf die Königswinterer Tafel, die Bedürftige mit Lebensmittel versorgt. Die Zerstörungswut des Jugendlichen und seiner Komplizen hatte den Angaben nach nicht nur die Lebensmittel, sondern auch die Räume der Arbeiterwohlfahrt unbrauchbar gemacht: Beim Verlassen sollen sie die Wasserhähne geöffnet und die Abflüsse verstopft haben, so dass der Keller des Hauses zentimetertief unter Wasser stand.

20 000 Euro Schaden

Der Schaden wird mit 20 000 Euro beziffert. Erst nachdem Ende Juli ein leerstehendes Einfamilienhaus durch Brandbeschleuniger komplett ausbrannte, wurde gegen den 14-Jährigen Haftbefehl erlassen. Zehn Tage später konnte er festgenommen werden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt noch in zahlreichen weiteren Fällen gegen den 14-Jährigen, unter anderem soll er Feuer in der Sakristei einer Kirche gelegt und eine Gasflasche mitten in der Königswinterer Altstadt manipuliert haben. Dies war durch Zufall rechtzeitig entdeckt worden.

Der Prozess gegen den jungen Angeklagten, der bereits als Kind zahlreiche Straftaten begangen haben soll, wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Quelle: wa.de

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