1.600 Demonstranten gedenken in Bielefeld jesidischer Terroropfer

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Mit einem Protestzug protestieren Demonstranten in Bielefeld unter dem Motto "Jährlicher Gedenktag zum Völkermord an den Jesiden in Sengal". Vor zwei Jahren verübten Anhänger des Islamischen Staates IS ein Massaker an Jesiden im nordirakischen Schindschar.

Bielefeld - In Gedenken an die Verfolgung der Jesiden im Nordirak durch die Terrormiliz IS sind in Bielefeld etwa 1600 Menschen auf die Straße gegangen. Unter den Teilnehmern auch zahlreiche Exil-Jesiden.

Etwa 1.600 Menschen haben am Samstag in Bielefeld an jesidische Terroropfer im Nordirak erinnert. Die Demonstranten seien friedlich und störungsfrei quer durch die Innenstadt gezogen, teilte die Polizei in Bielefeld am Abend nach Ende der Kundgebung mit. 

Zahlreiche Exil-Jesiden sowie Sympathisanten der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK waren unter den Teilnehmern. Sie zeigten Transparente wie "Frauenrechte sind Menschenrechte" und trugen T-Shirts mit der Aufschrift "Völkermord an Yeziden". 

Verbotene Darstellungen seien nicht gezeigt worden, teilte die Polizei mit. Ursprünglich waren 5000 Teilnehmer erwartet worden. Vor zwei Jahren hatte die Terrormiliz Islamischer Staat im Nordirak Tausende Jesiden aus ihren Siedlungsgebieten im irakischen Sindschar-Gebirge nach Syrien verschleppt und Gewaltverbrechen an ihnen verübt. 

Nach Einschätzung der Vereinten Nationen hat die Verfolgung das Ausmaß von Völkermord erreicht.

dpa/lnw

Quelle: wa.de

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