Abrissbagger bei Erkelenz

Kirche St. Martinus macht für Braunkohleabbau Platz

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Ein Bagger reißt die St.-Martinus-Kirche in Erkelenzer Stadtteil Borschemich ab. Ab 2017 soll das Dorf dem Braunkohletagebau Garzweiler II weichen.

Erkelenz - Abrissbagger haben bei Erkelenz im Rheinland die letzten Stunden eines ehemaligen Gotteshauses eingeläutet. Die alte Kirche St. Martinus im Stadtteil Borschemich wird Stück für Stück kleingemacht und abgetragen. Der Grund: die Braunkohle, die bei Erkelenz abgebaut wird. Dem Abbau weicht nun auch die Kirche, wie der Energiekonzern RWE Power erklärt.

Wer den Blick etwas schweifen lässt, sieht bereits Braunkohlebagger. RWE habe das Gotteshaus schon 2013 erworben, sagte eine Sprecherin am Dienstag, an dem auch eine Handvoll Menschen die Arbeit der Bagger beobachtete. 

Im November 2014 habe es den letzten Gottesdienst gegeben. Am Montag sei nun mit dem Abriss begonnen worden. Voraussichtlich dauere er eine Woche. 

Für den Tagebau im Rheinland sind bereits ganze Dörfer umgesiedelt worden. Auch die Stadt Erkelenz ist stark betroffen. 

Die St.-Martinus-Kirche ist nicht das erste Gotteshaus, von dem die Bewohner daher Abschied nahmen. Eine Art Auferstehung hat St. Martinus allerdings an einem anderen Ort erfahren. Die Turmglocken und auch Steine aus der Fassade seien mit in eine neue Kirche in das neue Borschemich umgezogen, erklärte RWE. - dpa

Quelle: wa.de

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