Bislang drei Nesthocker entdeckt

Flauschig und so süß: Allwetterzoo freut sich über drei Flamingo-Küken

+

Münster - Große Freude im  Allwetterzoo Münster! Zum zweiten Mal nach 2013 sind hier bei den Chile-Flamingos Küken geschlüpft. Drei Nesthocker haben die Pfleger bislang gezählt, weitere könnten folgen. "Das ist schon ein Küken mehr als beim ersten Schlupf und somit ein gutes Zeichen, dass sich die exotischen Vögel hier bei uns wohlfühlen", wird Zookurator Dr. Dirk Wewers in einer Pressemitteilung zitiert.

Seit mehr als 40 Jahren sind Flamingos in Münster zuhause: Zur Eröffnung des Allwetterzoo Münster am 2. Mai 1974 begrüßte eine Gruppe im Eingangsbereich die Zoobesucher. Erst später zogen die rosafarbenen Stelzvögel an ihren heutigen Standort am Elefanten-Park um. 

"Und noch viel später, nämlich 2013, gibt es den ersten Bruterfolg bei den Chile-Flamingos mit zwei geschlüpften Jungvögeln. Jetzt, drei Jahre nach dem ersten Erfolg, verkündet der Allwetterzoo den zweiten Bruterfolg bei den Flamingos", schreibt Stefanie Heeke, die Leiterin Kommunikation und Marketing des Zoos.

Ob noch mit weiteren Küken bei dieser Brut zu rechnen sei, könne Biologe Wewers noch nicht genau sagen: "Es sieht so aus, dass noch drei bis vier Eier unter den Flamingos liegen, aber das ist schwer zu schätzen, weil die Altvögel so selten aufstehen."

Chile-Flamingos reagieren nach Angaben des Zoos äußerst empfindlich auf Störungen am Nistplatz, so dass in manchen Jahren bestimmte Kolonien überhaupt nicht zur Eiablage schreiten würden.

Hier geht es zur Homepage des Allwetterzoos

"Die Nester stehen dicht beieinander. Das Nest besteht aus einem 30 bis 40 Zentimeter hohen Schlammhügel im flachen Uferwasser, der oben eine flache Mulde trägt, in die ohne weitere Auspolsterung das einzige weiße Ei gelegt wird. Nur selten findet man zwei Eier in einem Nest. Die Jungvögel haben ein weißes, kurzes, dichtes Daunenkleid, das nach vier Wochen durch ein graues Jugendkleid ersetzt wird. In den ersten vier Tagen bleibt der junge Flamingo auf dem Nest hocken, bei Störungen aber kann er bereits nach wenigen Stunden weglaufen und schwim­men", heißt es weiter.

Nach Verlassen des Nestes würden sich mehrere Jungvögel zu "Kindergärten" zusam­menfinden, über die ständig einige Altvögel Wache halten würden. "Da der Filterschnabel noch nicht voll entwickelt ist, sind die Jungen noch von den Eltern abhängig, die sie persönlich erken­nen und mit einer besonderen Nähr­flüssigkeit, der 'Milch' der Flamingos, füttern. Diese ist durch Fett und Proteine besonders nahrhaft. Im Alter von sechs Wochen sind die jungen Flamin­gos dann voll befiedert, flügge werden sie mit rund 78 Tagen. Geschlechtsreif werden Flamingos mit etwa 6 Jahren", so die Pressemitteilung.

Flamingos sind eine recht alte Vogelgruppe, deren Überleben in Freiheit heute durch die fortschreitende Zerstörung ihres Lebensraumes ernsthaft in Frage gestellt wird. Flamingos können im Zoo über 50 Jahre alt werden.

Besonderer Allwetterzoo-Tipp: "Solange die Küken noch auf den Nestern hocken, können Zoobesucher sie wunderbar beobachten. Wie viele es am Ende werden, bleibt geduldig abzuwarten. Es darf munter gezählt werden…" - eB

Quelle: wa.de

Kommentare