Tarifverhandlungen

Amazon-Mitarbeiter in Rheinberg und Werne streiken bis Heiligabend

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Symbolbild

Rheinberg/Werne - Mitten im Geschenketrubel hat die Gewerkschaft Verdi die Mitarbeiter von Amazon abermals zum Streik aufgerufen. Zu keinem anderen Zeitpunkt klingeln die Kassen der Händler so kräftig wie zu Weihnachten. Verdi setzt hier an, um Amazon zum Einlenken bewegen. Doch Tarifverhandlungen sind nicht in Sicht.

Zum Höhepunkt des Weihnachtsgeschäftes hat Verdi weitere Streiks an den beiden Amazon-Standorten im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW gestartet. 

Mit Beginn der Frühschicht legten am Montag nach Angaben der Gewerkschaft 80 Mitarbeiter in Werne und 250 Mitarbeiter in Rheinberg die Arbeit nieder, teilte ein Verdi-Sprecher mit. 

Die Zahl der Streikenden sollte sich mit dem Schichtwechsel im Laufe des Montags weiter erhöhen. Der Streik soll noch bis inklusive Heiligabend andauern. 

In Leipzig und Koblenz startete Verdi am Montag ebenfalls Streiks, allerdings mit unterschiedlicher Länge. Das Weihnachtsgeschäft ist für den Einzelhandel das umsatzstärkste Ereignis des Jahres. Verdi-Ziel in dem seit über zwei Jahren schwelenden Tarifkonflikt ist ein Tarifvertrag auf dem höheren Gehaltsniveau des Einzelhandels. Der US-Onlinehändler sieht sich dagegen als Logistiker und verweist auf eine Bezahlung am oberen Ende des Branchenüblichen. Amazon lehnt Verhandlungen ab. Die Gewerkschaft ruft deshalb regelmäßig zum Streik auf. 

In der Vergangenheit hatte Amazon mehrfach erklärt, dass Streiks keine Auswirkungen auf Lieferungen gehabt hätten. Die allermeisten der über 10 000 Beschäftigten und der Saison-Aushilfen hätten regulär gearbeitet. Zudem verfüge man über ein europaweites Logistiknetzwerk.

dpa

Quelle: wa.de

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