Fleischermesser-Prozess: Anklage fordert sechseinhalb Jahre Haft

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[Update 15.48 Uhr] Bielefeld  - Für den Werksarbeiter einer Fleischfabrik, der mit einem Zerlegemesser einen Kollegen erstochen haben soll, hat die Staatsanwaltschaft sechseinhalb Jahre Gefängnis gefordert.

Zeugen hatten im Prozess vor dem Landgericht Bielefeld beschrieben, dass er nach einer Prügelei mit einem 32-jährigen Mitbewohner in einer Unterkunft für Fleischarbeiter in Herzebrock-Clarholz (Kreis Gütersloh) ein Messer geholt hatte.

Damit soll er den Kollegen mit einem Stich tödlich verletzt haben. Er sei dabei schnell und gezielt auf sein Opfer zugegangen, begründete die Staatsanwältin am Donnerstag ihre Forderung nach einer Verurteilung wegen Totschlags.

Auf diese Weise habe er den Kampf, in dem er vorher unterlegen war, siegreich fortsetzen wollen.

Der Verteidiger des Angeklagten machte dagegen Schuldunfähigkeit aufgrund seines hohen Alkoholpegels von drei Promille geltend. Sein Mandant sei daher wegen Vollrausches zu verurteilen und solle lediglich dreieinhalb Jahre in Haft.

Am 27. August fällt die Kammer ihr Urteil.

dpa/lnw

Quelle: wa.de

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