Angriffe auf Sanitäter - Polizeigewerkschaft fordert Konsequenzen

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Symbolbild

Düsseldorf - Nach Angriffen auf Rettungssanitäter in Düsseldorf hat die Gewerkschaft der Polizei die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert. Bei den Angriffen war ein Rettungsassistent bewusstlos geschlagen worden. 

Attacken auf Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte im Einsatz müssten endlich gesondert unter Strafe gestellt werden, forderte die Gewerkschaft (GdP) am Montag in Düsseldorf. "Die Politik redet das Problem immer noch klein", sagte GdP-Landeschef Arnold Plickert. Seit geraumer Zeit fordert die Gewerkschaft eine Mindeststrafe für Angriffe auf Rettungskräfte. Die Landesregierung müsse entsprechende Initiativen im Bundesrat unterstützen. 

Die Düsseldorfer Feuerwehr hatte am Sonntag zwei Übergriffe auf Rettungskräfte öffentlich gemacht: So war ein Rettungsassistent bewusstlos geschlagen worden, als er seinen Notfallkoffer öffnen wollte, um einer bewusstlosen Frau zu helfen. Dabei waren die Einsatzkräfte in einer Wohnung von 20 Angehörigen einer Großfamilie umringt. Die Polizei ermittelt nun gegen einen 27-jährigen Verwandten der Frau. Einen Tag zuvor seien zwei unbeteiligte Männer in der Düsseldorfer Altstadt in einen Rettungswagen geklettert, in dem die Sanitäter gerade einen Patienten versorgten. Als sie - auch von Passanten - aufgefordert wurden, den Wagen zu verlassen, entwickelte sich eine Schlägerei, die von der Polizei beendet werden musste. - lnw

Quelle: wa.de

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