Asylverfahren an NRW-Gerichten seit 2013 verdoppelt

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Düsseldorf - Die Zahl der Asylverfahren an den nordrhein-westfälischen Verwaltungsgerichten hat sich seit 2013 verdoppelt.

Wie die Präsidentin des Oberverwaltungsgerichts (OVG), Ricarda Brandts, am Freitag mitteilte, wird in diesem Jahr mit 22.000 Verfahren an den sieben Verwaltungsgerichten gerechnet.

Inzwischen liege der Anteil der Asylentscheidungen dort bei 41 Prozent aller verwaltungsgerichtlichen Verfahren. Die meisten in diesem Jahr bis Ende September neu eingegangenen Verfahren bezogen sich auf das Kosovo, gefolgt von Syrien, Serbien und Albanien. In den Westbalkan-Verfahren versuchten viele abgelehnte Asylbewerber, Folgeanträge mit neuen Sachgründen zu stellen, berichtete Brandts. Auch in der zweiten Instanz sei die Zahl der Asylentscheidungen gestiegen - am Oberverwaltungsgericht bilden sie inzwischen ein Viertel aller Fälle in Hauptsacheverfahren.

Die Verwaltungsgerichte entscheiden, wenn Flüchtlinge gegen ablehnende Anträge des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge vorgehen. Da es dort noch einen großen Antragsstau gebe, rolle noch viel Arbeit auf die Gerichte zu, stellte Brandts fest. Um effektiver zu arbeiten, hätten sich die Richter inzwischen spezialisiert auf Herkunftsländer. Außerdem bereite eine "Task Force Asyl" auf Leitungsebene Entscheidungen vor. - dpa

Quelle: wa.de

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