Kritik an Bornheimer Badeverbot für Flüchtlinge

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Verhaltensregeln, wie hier in einem Schwimmbad in München, sollen Probleme zwischen Flüchtlingen und anderen Badegästen in Zukunft verhindern.

[Update 14.45 Uhr] Bornheim - Die Stadt Bornheim hat am Freitag ein Zutrittsverbot für männliche Flüchtlinge erlassen. Daran gibt es zunehmend mehr Kritik. 

Nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen ist dieses juristisch kaum halten und in der Praxis nicht durchsetzen. Ein Zutrittsverbot wie es die Stadt bei Bonn jetzt praktiziert, lehne der Verband ab, betonte ein Sprecher am Freitag auf Anfrage. Möglichen Problemen mit männlichen Flüchtlingen, die in Bornheim zu dem ungewöhnlichen Schritt geführt hatten, will die Gesellschaft durch klare Verhaltenshinweise vorbeugen. Die bereits bestehenden und in den Bädern aushängenden Sicherheitstipps würden ergänzt, kündigte der Sprecher der Gesellschaft an. In vielen Sprachen soll darauf hingewiesen werden, dass auch im Schwimmbad die Würde und die Persönlichkeitsrechte von Frauen und Männern geachtet werden müssen und vor allem körperliche Berührungen oder mündliche Anspielungen untersagt sind. 

Als "empörend und diskriminierend" hat der Flüchtlingsrat NRW das Schwimmbadverbot bezeichnet. "Es ist in Ordnung, Störer gezielt fernzuhalten. Aber es darf nicht pauschal eine ganze Gruppe treffen", sagte die Geschäftsführerin, Birgit Naujoks, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Sie bezeichnet den Schritt der Stadt als diskriminierende Maßnahme.

Bornheim hatte männlichen Flüchtlingen den Zugang verboten, weil sich immer mehr Besucherinnen und Angestellte über sexuelle Belästigungen durch Männer aus einer nahen Asylbewerberunterkunft beschwert haben sollen. In der Gesellschaft für Badewesen haben sich unter anderem kommunale und private Badbetreiber zusammengetan. - lnw

Quelle: wa.de

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