Bald wird es an A1-Rheinbrücke auch blitzen

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Eine der Lkw-Sperren an der maroden A1-Rheinbrücke bei Leverkusen.

Leverkusen - Seit fast einer Woche ist auch die letzte der vier Lkw-Sperren vor der maroden Leverkusener Rheinbrücke an der A1 in Betrieb. Dort sollen in den kommenden Wochen zusätzliche Blitzanlagen getestet werden.

Die Blitzer sollen dabei helfen, die Fahrer zu schwerer Lkw zu belangen. Das ist bislang noch schwierig. „Seit Ende September wurden rund 900 Fahrzeuge über 3,5 Tonnen aufgehalten“, sagt Ingrid Scholtz von Straßen.NRW. Die Anlagen bestehen aus einer Wiegevorrichtung und einer automatischen Schrankenschließanlage mit Signalregelung. „Ist ein zu schweres Fahrzeug erkannt, springt die Signalanlage auf Rot und hält den nachfolgenden Verkehr auf“, erklärt Scholtz. Das führt zu Rückstau. „Zeitversetzt wird die Schrankenanlage geschlossen. Das erkannte Fahrzeug wird aufgehalten und abgeleitet.“

Die Anlage agiert vollautomatisch, wird jedoch von Verwaltungshelfern, die in Sichtweite in einem nahegelegenen Container sitzen, ständig überwacht. Die Verwaltungshelfer notieren sich die Kennzeichen der Fahrzeuge. Anschließend muss die Polizei bei den Eigentümern nachfragen, wer das Fahrzeug gelenkt hat. Vor allem bei Lastern, die aus dem Ausland kommen, ist das mit großem Aufwand verbunden.

Daher sollen künftig Blitzer getestet werden, die mit den Schrankenanlagen gekoppelt sind und automatisch Bilder der Fahrer und der Kennzeichen elektronisch den Bußgeldstellen zusenden. „Solche speziellen Blitzanlagen befinden sich im Aufbau. Wir können aber noch nicht genau sagen, wann sie eingeführt werden“, so Scholtz.

„Rund um die A1 verteilen wir zusätzlich an 100 Stellen Info-Broschüren in zehn verschiedenen Sprachen, dass die Brücke für zu schwere Lkw gesperrt ist.“ Scholtz hofft, dass sich die Sperrung bei den Fahrern rumspricht. An der Situation wird sich schließlich bis 2020 nichts ändern – dann soll die neue Brücke eingeweiht werden.

Wichtige Fragen zur Schrankenanlage vor der Leverkusener Rheinbrücke beantwortet der Landesbetrieb hier im Internet.

Quelle: wa.de

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