Temperaturen steigen rasch an

Befürchtetes Glatteis-Chaos bleibt in NRW aus

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[Update 12.18 Uhr] Düsseldorf - Vor allem in Ostwestfalen und im Siegerland  hat die angekündigte Eisglätte am Freitagabend und Samstagmorgen für Unfälle gesorgt. Im Kreis Minden-Lübbecke berichtete die Polizei von fünf Unfällen, im Siegerland waren es gar deren 16. Das große Chaos ist ausgeblieben, die Streudienste gaben ihr Bestes. Jetzt steigen die Temperaturen rasch an.

Besonders spektakulär: In Minden durchbrach ein Auslieferungsfahrer mit seinem Lkw die Hauswand eines Supermarktes. Der Fahrer blieb unverletzt, der Sachschaden am Fahrzeug war gering. Der genaue Schadensumfang an dem Verbrauchermarkt muss indes durch einen Sachverständigen ermittelt werden. Nach ersten Schätzungen sind es mehrere zehntausend Euro.

Am Samstagmorgen kam es auf der B 482 im Bereich Porta Westfalica zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw und einer Sattelzugmaschine. Hier prallte ein BMW-Fahrer gegen die Leitplanke und schleuderte in den Gegenverkehr, wo Zugmaschine und ein VW nicht mehr ausweichen konnten. Verletzt wurde auch hier niemand, die Schadenshöhe beträgt etwa 25.000 Euro. 

Im Kreis Siegen-Wittgenstein meldete die Polizei insgesamt 16 Unfälle, die durch Eisregen und Glätte verursacht wurden. Auch hier blieb es bei Blechschäden.

Bei Brilon im Sauerland kam in der Nacht zu Samstag eine 26-jährige Frau mit ihrem Wagen auf eisglatter Fahrbahn ins Schleudern. Ihr Wagen prallte auf einer Bundesstraße rückwärts gegen einen Baum. Die Frau und ihr 40 Jahre alter Beifahrer erlitten schwere Verletzungen.

Im Laufe des Samstags würden Temperaturen um 7 oder 8 Grad im Rheinland und im Münsterland erwartet, sagte Erwin Hafenrichter, Meteorologe vom Dienst beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Essen. Am Sonntag soll es sogar noch wärmer werden: Dann wären auch 8 oder 9 Grad möglich. Unterdessen hat der DWD die Unwetterwarnung vor Glatteis aufgehoben. - ecke/dpa

Quelle: wa.de

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