Bilanz der Bundespolizei zum "Tanz in den Mai"

Lüdenscheider reist zur Mayday mit großem Drogenarsenal an

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Symbolbild

Dortmund/Essen/Lüdenscheid - Die Bundespolizei hat in und an eingen Bahnhöfen im Ruhrgebiet einen "eher unruhigen Monatswechsel" verzeichnet. Dabei ging es zumeist um Gewalt- und Drogendelikte. Eine der auffälligsten Personen kommt aus Lüdenscheid.

Aufgrund der Erfahrungen der vergangen Jahre sei die Bundespolizei auch dieses Mal durch Einsatzkräfte der Bundesbereitschaftspolizei unterstützt., hieß es am Sonntag in einer Bilanz. 

Bereits in den frühen Abendstunden konnte ein reger Anreiseverkehr zur Mayday am Dortmunder Hauptbahnhof festgestellt werden. Stichprobenartige Kontrollen von Reisenden förderte immer wieder Betäubungsmittel ans "Tageslicht". Ein besonders reichhaltiges Drogensortiment führte ein 44-jähriger Mann aus Lüdenscheid mit sich. Im Dortmunder Hauptbahnhof stellten Einsatzkräfte neben mehreren Konsumeinheiten Marihuana auch Amphetamine, Kokain und Heroin bei dem polizeibekannten Mann fest. Nach eigenen Angaben befand er sich auf der Anreise zur Mayday. Insgesamt leitete die Bundespolizei 12 Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz ein.

Weiter mussten Bundespolizisten auch mehrere Körperverletzungen aufnehmen. In den frühen Morgenstunden des 1. Mai bedrohte ein 36-jähriger Dortmunder einen 27-Jährigen ebenfalls aus Dortmunder stammenden Mann mit den Worten: "Ich dreh dir den Hals um" und schlug ihn anschließend in das Gesicht. Gegen den 36-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und Körperverletzung eingeleitet.

Von unbekannten Tätern wurde im Bochumer Hauptbahnhof ein 33-jähriger Essener angegriffen und verletzt. Eine Nahbereichsfahndung der Bundespolizei verlief erfolglos. Im Essener Hauptbahnhof wurde ein 24-jähriger Mann aus Herten von einem Unbekannten in das Gesicht schlagen. Auch hier konnte der Täter unerkannt entkommen.

Ein schlafender 41-jähriger Mann aus Essen wurde Opfer einer Körperverletzung durch einen 33-jährigen Gelsenkirchener. Dieser schlug auf den in einem Warteraum im Essener Hauptbahnhof schlafenden Mann ein. Der Gewalttäter konnte durch Bundespolizisten gestellt werden. Ein Motiv für seine Tat konnte er den Beamten nicht nennen.

Insgesamt leitete die Bundespolizei sechs Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzungsdelikten ein. - eB

Quelle: wa.de

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