Bombendrohung Dortmund: Strafverfahren gegen Unbekannt

+

Dortmund - Nach der Bombendrohung gegen die Thier-Galerie in Dortmund ist in der Stadt wieder Ruhe eingekehrt. Die Polizei musste das Gebäude lange durchsuchen, konnte gegen Mitternacht dann aber Entwarnung geben: Es wurde nichts gefuden. 

Um 17.30 Uhr erhielt die Polizei den Hinweis auf eine Bombendrohung in dem Einkaufszentrum Thier-Galerie auf dem Westenhellweg in Dortmund. Die Drohung war in einem öffentlichen Forum im Internet gepostet worden, teilt die Polizei in einer Pressemitteilung nach der Durchsuchung mit.

In enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Thier-Galerie wurde das Einkaufszentrum um 18.43 Uhr gesperrt und geräumt. Die Räumung verlief ruhig und besonnen und war bereits gegen 19.05 Uhr beendet.

Ticker zur Thier-Galerie

Unter Hinzuziehung von mehreren Sprengstoffspürhunden durchsuchten daraufhin mehrere dutzend Beamte die Räumlichkeiten. 

Bombendrohung gegen das Einkaufszentrum Thier-Galerie Dortmund

Straßen im Nahbereich mussten ebenfalls gesperrt werden. Kurz vor Mitternacht dann die Entwarnung, es konnten keine verdächtigen Gegenstände gefunden werden.

Strafverfahren gegen unbekannten Urheber

Die Erfahrung zeige, dass das Verfolgen eines Täters nach einer Drohung im Internet nicht immer einfach sei, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. Da die Ermittlungen gerade erst angelaufen seien, gebe es noch nicht viel zu sagen.

Gegen den unbekannten Urheber der Drohung wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Polizeipräsident Gregor Lange bringt auf den Punkt, was vielen an diesem Abend durch den Kopf geht: "Das ist absolut kein Scherz, wenn man in der heutigen Zeit die Bevölkerung mit so einer perfiden Drohung verunsichert. Wir werden diese Tat konsequent verfolgen und alles dafür tun, um den Urheber zur Rechenschaft zu ziehen."

Zu strafrechtlichen Konsequenzen kämen auch immense Kosten auf den Verursacher zu. Er müsste für die Einsatzkosten und möglicherweise auch für Verdienstausfälle des Einkaufszentrums aufkommen. Das könne er dann wohl sein Leben lang abbezahlen, sagte ein Polizeisprecher. - eB/dpa

Quelle: wa.de

Kommentare