Reisedokumente werden oft vernachlässigt

Bundespolizei mahnt Familien: Kein Flug ohne Kinderreisepass

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Die Bundespolizei kontrolliert an den Flughäfen die Ausweisdokumente.

Westfalen - Endlich Sommerferien - der Urlaub steht vor der Tür! Viele Nordrhein-Westfalen verbringen die schönsten Tage des Jahres im Ausland, heben beispielsweise vom Dortmund Airport ab. Die Bundespolizei mahnt aus diesem Anlass dazu, unbedingt die Gültigkeit der Ausweispapiere zu überprüfen und weist vor allem darauf hin, dass auch Kinder unbedingt einen Kinderreisepass benötigen. 

In einer Pressemitteilung der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin heißt es, dass gerade in der Ferienzeit am Dortmunder Flughafen immer wieder Familien angetroffen würden, "die nicht die erforderlichen Ausweisdokumente für ihre Kinder mitführen." 

Oftmals werde versucht, mit der Geburtsurkunde der Kinder die Urlaubsreise anzutreten. Auch gebe es noch Reisedokumente, in denen die eigenen Kinder eingetragen seien. Dazu die Bundespolizei: "Beide Varianten reichen jedoch nicht mehr aus! Weder mit einer Geburtsurkunde noch mit der Eintragung im Reisepass der Eltern, dürfen Kinder eine Flugreise antreten."

Der Grund: Mit dem Inkrafttreten einer europäischen Vorgabe vom 26. Juni 2012 benötigten Kinder unabhängig von ihrem Alter bei Auslandsreisen ein eigenes Reisedokument, den sogenannten Kinderreisepass.

Dieses Dokument, was optisch die Ähnlichkeit mit normalen deutschen Reisepässen hat, werde von den zuständigen Einwohnermeldeämtern ausgestellt. Es besitze grundsätzlich eine Gültigkeitsdauer von sechs Jahren und können nur einmalig verlängert werden, jedoch maximal bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres. 

Informationen der Bundespolizei zum Reiseausweis als Passersatz

"Wie beim elektronischen Reisepass muss das Lichtbild des Kindes biometrisch sein, wobei für Kinder und insbesondere für Kleinkinder und Säuglinge Ausnahmen von den Anforderungen an das Lichtbild zugelassen sind", heißt es weiter.

Außerdem empfehle es sich, jenen Kindern, die ohne oder nur mit einem Erziehungsberechtigten ins Ausland reisen würden, eine unterschriebene Vollmacht aller Erziehungsberechtigten mitzugeben. "Diese einfache Maßnahme erspart Zeit und Erklärungen bei der Grenzkontrolle", betont die Bundespolizei.

Sollte man erst am Flughafen feststellen, dass der Reisepass oder Personalausweis abgelaufen sei, wäre die Bundespolizei berechtigt, nach Prüfung der Sachlage für deutsche Staatsangehörige einen sogenannten Reiseausweis als Passersatz ausstellen.

"Jedoch gibt es hierbei einen kleinen Wehmutstropfen; das Passersatzdokument wird leider nicht von allen Staaten anerkannt. So dass die Ausstellung eines solchen urlaubsrettenden Dokumentes oftmals versagt werden muss. Um ein vorzeitiges Ende der Urlaubsreise auf einem Flughafen zu verhindern, rät die Bundespolizei allen Reisewilligen, die Urlaubsvorbereitung mit der Überprüfung der Reisedokumente zu beginnen. Es erspart viel Ärger, Lauferei und Geld." - eB

Quelle: wa.de

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