Bahn-Mitarbeiter bedroht und beleidigt / Bundespolizei schlägt Alarm

"Täglicher Wahnsinn auf Bahnhöfen und in Zügen"

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Dortmund - Die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin schlägt Alarm: "Der tägliche Wahnsinn auf Bahnhöfen und in Zügen" - so ist die aktuelle Pressemitteilung überschrieben, die sich mit vier Vorfällen alleine vom Dienstag beschäftigt, in denen Mitarbeiter der Bahn beleidigt, bedrohnt oder gar bespuckt wurden. Bei drei der Vorkommnisse war der Dortmunder Hauptbahnhof trauriger Schauplatz. 

Pöbelnde Fußball-Fans: Gegen 15 Uhr wurden Einsatzkräfte der Bundespolizei laut Mitteilung zu einem Intercity im Dortmunder Hauptbahnhof gerufen. Dort sollten sechs alkoholisierte Engländer im Alter von 19 bis 25 Jahren, die auf der Anreise zur Champions-League-Begegnung Borussia Mönchengladbach - Manchester City waren, von der Weiterfahrt ausgeschlossen werden. Sie hatten sich verbal aggressiv gegenüber den Bahnmitarbeitern verhalten und mussten letztlich auf Anweisung von Bundespolizisten aussteigen, Straftaten waren ihnen nicht nachzuweisen.

Polizeibekannter Randalierer: Um 15.20 Uhr wurde ein 20-jähriger Bahnmitarbeiter ebenfalls im Dortmunder Hauptbahnhof auf einem Bahnsteig von einem 32-Jährigen aus Bochum bedroht, der den RE 11 verpasst hatte. "Daraufhin entlud sich offensichtlich dessen gesamte Wut gegen den Bahnmitarbeiter", heißt es. Er forderte, dass der Zug sofort angehalten werden sollte - und titulierte den Mitarbeiter der Bahn als "Hurensohn". Als der Bahnmitarbeiter den Bochumer aufgefordert habe, die Beleidigungen zu unterlassen und mit der Polizei gedroht habe, habe dieser entgegnet: "Wenn du das tust, schlag ich Dir den Schädel ein". Alarmierte Bundespolizisten leiteten gegen den wegen zahlreicher Gewaltdelikten polizeibekannten Mann ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Bedrohung ein.

Zugbegleiterin beleidigt: Im ICE 516 von Düsseldorf nach Duisburg beleidigte gegen 19 Uhr ein 59-jähriger Reisender aus Bonn die 25-jährige Zugbegleiterin. Diese verwies den Mann des Zuges, der jedoch in ein anderes Abteil wieder zustieg. Einsatzkräfte der Bundespolizei nahmen den Bonner im Essener Hauptbahnhof in Empfang. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung eingeleitet.

Sicherheitsleute beschimpft: Erneut im Dortmunder Hauptbahnhof wurde gegen 21 Uhr ein 27-jähriger Mann aus Hattingen verbal ausfällig gegenüber zwei Mitarbeitern (27/38) der Bahnsicherheit. Weil der Mann aus Hattingen bereits mehrfach durch Straftaten im Hauptbahnhof aufgefallen war und zudem keine Reiseabsichten hatte, sollte er den Hauptbahnhof verlassen. "Das nahm er offensichtlich zum Anlass, die beiden Bahnmitarbeiter sexuell massiv zu beleidigen und zu bespucken. Auch gegen den wegen Drogendelikten polizeibekannten Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung eingeleitet", so die Bundespolizei abschließend. - eB

Quelle: wa.de

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