Premiere von Cirque du Soleils "Amaluna" in Düsseldorf gefeiert

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Optischer Reizpunkt bei "Amaluna" bildet dieser riesige Kelch.

Düsseldorf - Vom Publikum begeistert gefeiert wurde am Donnerstagabend in Düsseldorf die NRW-Premiere der Cirque-du-Soleil-Zeltshow "Amaluna". Bis Ende Dezember soll das dort noch weitere 34 mal gelingen.

Wie es sich gehört, hatten sich zum Auftakt der Gastspiel-Reihe in Düsseldorf etliche mehr oder weniger bekannte Prominente angesagt - darunter unter anderem Günter Wallraff, Sönke Wortmann, Jonas Hector, Tom Buhrow und Juliette Schoppmann. Gemeinsam mit rund 2500 anderen Besuchern im nicht ganz ausverkauften weißen "Grand Chapiteau" ließen sie sich verzaubern von einer Cirque-du-Soleil-Show, die einerseits typisch bunt und rasant ist, auf der anderen Seite viele aufgefrischte Elemente anbietet und über die volle Distanz von fast zwei Stunden mitreißend komponiert und choreografiert ist.

Optischer Mittelpunkt einer melancholischen Liebesgeschichte ist ein riesiger Wasserkelch, der bezaubernde Bilder bietet, aber auch für einzelne atemberaubende Artistikteile genutzt wird. Wie sich überhaupt alle Bestandteile von "Amaluna" bis hin zur modern-rockigen Musik der komplett weiblichen Band auf höchstem Niveau präsentieren. Faszinierend, wie es der Cirque du Soleil mit seinen exquisit ausgesuchten Artisten immer wieder schafft, den logischen Widerspruch zwischen enormer Konzentration mit größtmöglichem Vertrauen und dargestellter Leichtigkeit aufzuheben.

Hier klicken für eine ausführliche Besprechung von "Amaluna".

Spannend dabei, dass bei aller Ausdrucksstärke, Lebendigkeit und Lautstärke ausgerechnet der leiseste Part des Abends vom Publikum den lautesten Zuspruch bekam. Während der faszinierenden Zeitlupen-Balance-Performance von Lara Jacobs Rigolo mit einer Vielzahl von teils sehr langen Palmrippen hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Umso stärker der frenetische Applaus nach Beendigung dieser "Installation".

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Aaron Dewitz, in Warendorf geboren - hier nach der Show.

Auch der humorige Part zündete bei den Premierenbesuchern. Da die Shows des Cirque du Soleil traditionell ohne eine bestimmte Sprache auskommen (sollen), war dabei kaum jemandem bewusst, dass mit Aaron Dewitz die männliche Hälfte des Clowns-Duos quasi Lokalkolorit hat: Dewitz wurde nämlich in Warendorf geboren und ist damit überdies einer der ganz wenigen deutschen Künstler, die es jemals ins Ensemble der Kanadier geschafft haben.

"Amaluna" gastiert bis zum 29. Dezember in Düsseldorf. Schon vor der Premiere seien dafür rund 70.000 Tickets abgesetzt worden, heißt es. Die Zeltshow gilt als eine der erfolgreichsten in der Geschichte des Cirque du Soleil.

Anfahrt:

Lara Jacobs' Performance in voller Länge (hier nicht im Cirque):

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Quelle: wa.de

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