Ende der Behinderung nicht absehbar

+
Das Stellwerk in Mülheim brannte.

Mülheim/Ruhr - Erst Ende der Woche weiß die Bahn vermutlich genauer, was sich in dem ausgebrannten Stellwerk in Mülheim/Ruhr noch reparieren lässt. Es droht ein Totalschaden. Reisende müssen sich so oder so auf Behinderungen einstellen.

Nach dem Brand in einem Stellwerk in Mülheim/Ruhr kann die Deutsche Bahn ein Ende der Einschränkungen im Zugverkehr nicht absehen. "Da kann und möchte ich mich nicht festlegen", sagte ein Bahn-Sprecher in Düsseldorf. Am Dienstag seien zunächst Statiker vor Ort gewesen. Ein Brandsachverständiger kann sich voraussichtlich nicht vor Donnerstag einen Überblick verschaffen.

Erst dann werde entschieden, wie es weitergeht, sagte der Sprecher. "Die Frage ist: Kann man was reparieren, kann man was austauschen?" Die Arbeit eines Stellwerks könne nicht ohne weiteres von einer anderen Steuerungseinheit übernommen werden. Dazu müssten unter anderem neue Leitungen verlegt werden, erklärte der Bahn-Sprecher. Von den Einschränkungen wegen des Brandes in Mülheim seien rund eine Million Reisende in NRW betroffen. "Der Domino-Effekt ist groß", sagte der Pro-Bahn-Sprecher Lothar Ebbers. Außerdem sorgten die umgeleiteten Züge auf den Ausweichstrecken für mehr Verkehr.

Seit dem Feuer am Sonntag gibt es - vor allem im Ruhrgebiet - erhebliche Behinderungen aufd er Schiene. Das Stellwerk liegt an einer der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen der Bahn, auch Fernzüge sind verspätet.

Mehr zu diesem Thema:

Brand in Stellwerk sorgt für bundesweite Verspätungen

Quelle: wa.de

Kommentare