Essener Ausreißerin nach schweren Strafvorwürfen vor Gericht

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Essen - Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt. Eine Schülerin löste mit ihrem Verschwinden eine große Suchaktion aus. Hat das Mädchen aber auch Straftaten begangen? Jetzt kommt sie vor Gericht.

Ein halbes Jahr nach ihrem vorübergehenden Verschwinden muss sich die heute 16-jährige Essener Schülerin Aylin wegen schwerer Vorwürfe vor Gericht verantworten. Ihr wird versuchter Mord in Tateinheit mit versuchter Brandstiftung sowie schwere Körperverletzung vorgeworfen. Die Verhandlung beginnt am Montag.

Die rätselhaften Umstände hatten im Januar für Schlagzeilen gesorgt. Vier Tage bangten Familie und Behörden. Am Tag ihres Verschwindens wurde zunächst ein Nachbar im Keller von einem vermeintlichen Einbrecher mit einem Messer an der Hand verletzt. Der Täter blieb unerkannt, weil er vermummt war. Später gab Aylin zu, dass sie es war. Es sei ein Unglück gewesen. Die Mutter hatte den Nachbarn gebeten, im Keller nachzusehen, weil sie Geräusche gehört hatte.

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Es war zunächst unklar, ob das Mädchen ausgerissen war oder entführt worden ist. Tage später tauchte Aylin unversehrt bei einer Verwandten in Köln auf. Der Polizei gegenüber gab sie an, sie habe sich in einer psychischen Ausnahmesituation befunden.

Zwei Wochen später zündete sie laut Anklage vor dem Schlafzimmer der Eltern eine Decke an. Es entwickelte sich jedoch kein Brand.

Der Prozess startet am Montag unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das Gericht hat zunächst neun Verhandlungstage angesetzt. - dpa

Quelle: wa.de

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