500 Betroffene mehr als 2014

Fast 21.000 Obdachlose in NRW - jeder Zwölfte jünger als 18 Jahre

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Düsseldorf - Rund 21.000 Menschen hatten im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen keine Wohnung. Das geht aus der Obdachlosenstatistik 2015 hervor, die Landessozialminister Rainer Schmeltzer (SPD) vorgelegt hat.

Im Vergleich zum Vorjahr waren demnach fast 500 Betroffene mehr in Obdachlosenunterkünften oder anderen Einrichtungen untergebracht oder lebten bei Bekannten. 

Mit zwei neuen Modellprojekten versuche die Landesregierung, drohenden Wohnungsverlust noch abzuwenden, teilte Schmeltzer mit. 

Im Rhein-Sieg-Kreis reichen die Kommunen eingehende Räumungsklagen an eine Fachstelle zur Wohnungsnotfallhilfe weiter, die der Katholische Verein für Soziale Dienste betreibt. Die Mitarbeiter suchen Kontakt zu den Mietschuldnern und versuchen, das Blatt noch zu wenden. 

Ein ähnliches Projekt stemmen Kommunen, Jobcenter und die Diakonie im Oberbergischen Kreis. Der Statistik zufolge sind drei Viertel der erwachsenen Wohnungslosen Männer. Fast ein Drittel aller Betroffenen hat ausländische Wurzeln. 

Die weitaus meisten Wohnungslosen werden in Obdachlosenunterkünften untergebracht - mehr als die Hälfte länger als zwei Jahre. Allerdings schlupft fast jede zweite weibliche Wohnungslose bei Bekannten unter. Etwa jeder zwölfte Wohnungslose ist jünger als 18 Jahre. - dpa

Quelle: wa.de

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