Fast 14.000 Polizisten im Dienst beleidigt oder angegriffen

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Düsseldorf - Fast 14.000 Polizisten in Nordrhein-Westfalen sind im vergangenen Jahr beleidigt, bedroht oder körperlich angegriffen worden. Das sei eine Steigerung um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtete am Montag die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in NRW in Düsseldorf über einen Bericht des Landeskriminalamts.

In 497 Fällen seien Beamte schwer verletzt worden, weitere 527 Polizisten wurden demnach leichter verletzt. In vier von fünf Fällen ging es um Widerstand gegen die Maßnahmen der Polizei. Die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" hatte zuerst darüber berichtet. Das Landeskriminalamt machte keine Angaben zu dem internen Papier.

"Die Zahlen zeigen, dass die Hemmschwelle, Gewalt gegenüber Polizisten anzuwenden, erneut gesunken ist", erklärte die GdP. Oft passierten die Übergriffe auf die Beamten aus dem völligen Nichts. NRW hat 45.000 Polizeibeamte.

Arnold Plickert, der GdP-Landesvorsitzende, forderte erneut die Einführung kleiner Schulterkameras für Polizeibeamte. Damit sei in anderen Bundesländern die Zahl der Angriffe auf Polizisten in Brennpunkten deutlich verringert worden. Der GdP-Chef verlangte auch eine unbürokratische Regulierung von Schmerzensgeldansprüchen. Wenn Gerichte dies Polizisten zusprächen, solle deren Dienstherr einspringen, falls der Täter zahlungsunfähig ist. Das Land könne sich das Geld vom Schädiger wiederholen. - lnw

Quelle: wa.de

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