Flüchtling wehrt sich gegen Verbannung in Einmannzelt

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Symbolbild.

Münster - Gegen seine Verbannung in ein Einmannzelt hat sich ein Flüchtling im Münsterland erfolgreich vor Gericht zur Wehr gesetzt.

Die Gemeinde Legden im Kreis Borken hatte dem mehrfach straffälligen Mann aus Eritrea Ende Oktober Hausverbot für eine Notunterkunft erteilt, nachdem er seinen Mitbewohner mit einem Messer bedroht haben soll. 

Zelt, Schlafsack und Thermomatte

Um Störungen des Betriebs der Unterkunft zu vermeiden und die anderen Bewohner zu schützen, war er mit Zelt, Schlafsack und Thermomatte vor die Tür gesetzt worden. Er sollte, so die Gemeinde Legden zur Begründung, bis zum 5. Dezember die Möglichkeit haben, sein Verhalten zu überdenken. Das sah das Verwaltungsgericht Münster in einem Eilverfahren als rechtswidrig an, teilte es am Donnerstag mit. Die Ausstattung genüge erkennbar nicht den Anforderungen an eine menschenwürdige Unterkunft.

Dies gelte vor allem angesichts des kalten Wetters und des Rechts des Flüchtlings auf körperliche Unversehrtheit. Und es gelte auch für schwierige Persönlichkeiten, betonten die Richter.

Statt ihn in einer großen Gemeinschaftsunterkunft wohnen zu lassen, komme zwar eine separate Unterbringung in Betracht - allerdings nicht in einem Zelt.

Quelle: wa.de

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