Flüchtlinge in Bochum weiter im Hungerstreik

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Symbolbild

Bochum - In Bochum haben nach Polizeiangaben rund 25 Flüchtlinge ihren Hungerstreik am Ostersonntag den fünften Tag in Folge fortgesetzt. Bereits seit Dienstag campieren sie vor dem Rathaus. Die Flüchtlinge fordern eine schnellere Bearbeitung ihrer Asylgesuche. Zunächst hatte das Nachrichtenportal "DerWesten.de" über die Protestaktion berichtet.

Die Flüchtlinge übernachteten in wetterfesten Zelten und würden von Bürger mit heißen Getränken versorgt, sagte ein Polizeisprecher. Angebotene Kekse nähmen die Streikenden jedoch nicht an. Derzeit lasse man die Aktion "laufen", sagte der Sprecher.

Ein Syrer hatte den Protest nach Angaben der Stadt angemeldet. In dem Bericht wird der Anmelder mit den Worten zitiert: "Wir gehen hier erst weg, wenn wir die Zusage haben, dass unsere Asylverfahren endlich bearbeitet werden." Seit bis zu sechs Monaten warteten sie auf einen Anhörungstermin in der Dortmunder Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.

Die Teilnehmer des Hungerstreiks halten sich demnach mit Decken und Schlafsäcken warm. Ein Polizeisprecher hatte am Samstag gesagt, die Zahl schwanke. Der harte Kern, der durchgehend auf dem Platz sei, umfasse weniger als 20 Personen. Gesundheitlich gehe es den Protestierenden bislang gut.

dpa/lnw

Quelle: wa.de

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