Flugzeugabsturz: Ermittlungen gegen vermissten Piloten

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Das Flugzeugwrack schlug in Mechernich auf - offenbar nach minutenlangem, unkontrolliertem Flug.

Mechernich - Nach dem rätselhaften Absturz eines Sportflugzeugs in der Eifel ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den verschwundenen Piloten. "Wir ermitteln wegen des versuchten gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr", sagte ein Sprecher der Aachener Behörde am Freitag.

Der 43 Jahre alte Pilot stehe im Verdacht, aus dem Flugzeug gesprungen zu sein, so dass die Maschine minutenlang ungesteuert weiterflog. Was dahinter stecken könnte - etwa, dass der Pilot sich absetzen oder Suizid begehen wollte - sei unklar.

"Das müssen die Ermittlungen zeigen", sagte der Sprecher. Das Flugzeugwrack war am Mittwoch bei Mechernich gefunden worden, von dem Piloten fehlt jede Spur. Der 43-Jährige aus Aachen hatte den dreisitzigen Flieger gechartert.

Die Ermittler wissen immer noch nicht sicher, ob er allein an Bord war. Die Polizei hat die Suche nach den Insassen am Donnerstagabend eingestellt. "Wir haben alles abgesucht und dabei auch alle technischen Möglichkeiten ausgeschöpft", sagte ein Polizeisprecher in Euskirchen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war für Freitagnachmittag noch ein letzter Erkundungsflug per Hubschrauber über der Absturzregion geplant. - dpa

Quelle: wa.de

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