Gefährliche Eingriffe in den Bahnverkehr in Kamen und Lippstadt/Geseke

Eurobahn mit Steinen beworfen und Betonplatte auf den Gleisen

+
Am Haltepunkt Kamen-Mitte wurden solche Betonplatten auf die Gleise gelegt.

Lippstadt/Kamen - Am vergangenen Wochenende sind in Westfalen gleich zwei sogenannte "gefährliche Eingriffe in den Bahnverkehr" begangen worden. In Kamen legten Unbekannte eine Betonplatte auf die Schienen, zwischen Lippstadt und Geseke wurde eine Eurobahn mit Steinen beworfen. Die Bundespolizei ermittelt und hofft auf Hinweise.

Zwischenfall Kamen: Am Sonntagmorgen gegen 10.30 Uhr hielten sich Unbekannte im Bereich des Haltepunktes Kamen-Mitte in den Gleisanlagen auf. Ein 30-jähriger Zeuge aus Kamen sah laut Pressemitteilung der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin, wie die die unbekannten Täter eine Betonplatte auf den Gleiskörper legten und sich entfernten.

"Der Kamener zeigte daraufhin Zivilcourage und entfernte das Hindernis. Anschließend informierte er eine Streife der Bundespolizei, die gerade den Haltepunkt kontrollieren wollte. Eine Nahbereichsfahndung nach den Tatverdächtigen verlief negativ", so die Ermittler.

Zwischenfall Lippstadt/Geseke: Die Frontscheibe eines Triebfahrzeugs der Eurobahn (ERB 90104) wurde am Samstagnachmittag gegen 14.45 Uhr von einem Stein getroffen und beschädigt. Die Bundespolizei nahm Ermittlungen auf.

Zwischen dem Geseker Dorf Ehringhausen und dem Lippstädter Stadtteil Dedinghausen in Höhe des unbeschrankten Bahnübergangs Öchtringhauser Straße im Ortsteil Hörste traf ein Stein die Frontscheibe des Führerstandes, wodurch die Scheibe laut Pressemitteilung in einem Durchmesser von ca. 10 Zentimetern splitterte. 

Personen kamen demnach nicht zu Schaden. Die genaue Schadenshöhe müsse noch durch den Fachdienst der Eurobahn festgestellt werden.

Hinweise zu beiden Fälllen erbittet die Bundespolizei über die kostenfreie Servicenummer 0800/6888000.

Quelle: wa.de

Kommentare