Alarm in den Kreisen Wesel und Borken

Gefährliche Wasserstände: Großeinsätze an Issel und Aa

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Eine Häuserfassade spiegelt sich im Stadtteil Gemen von Borken in einer großen Pfütze.

Hamminkeln - Die Unwetter haben jede Menge Regen über NRW ausgeschüttet. Wieder steigt die Issel im Kreis Wesel gefährlich an. Auch die Bocholter Aa im Kreis Borken bereitet den Menschen große Sorgen

Nach starken Regenfällen am Niederrhein ist der kleine Fluss Issel wieder gefährlich angeschwollen. Rund 280 Feuerwehrleute aus der Region waren am Freitagabend in Hamminkeln im Kreis Wesel im Einsatz, um den nassen Deich zu stabilisieren und zu entlasten. 

Sandsäcke und Hochleistungspumpen sollten die Situation stabilisieren. Nach Auskunft der Einsatzleitung der Feuerwehr war die Issel 1,86 Meter über den normalen Stand gestiegen. Menschen mussten deshalb aber nicht in Sicherheit gebracht werden. "Es ist alles noch im grünen Bereich", sagte ein Mitarbeiter der Einsatzleitung. 

Allein aus Krefeld, Mönchengladbach und dem Kreis Viersen waren 134 Feuerwehrleute mit 27 Fahrzeugen in den Kreis Wesel geeilt, wie die Feuerwehr Krefeld mitteilte. Es gehe bei dem Einsatz nicht nur um den Deich, der zu brechen drohe. 

Sandsäcke liegen in Hamminkeln auf einem Grundstück an der Issel.

Es sei nicht ausgeschlossen, dass neuer Regen die angeschwollene Issel zum Überlaufen bringe könnte. "Die instabile Wetterlage lässt derzeit eine seriöse Aussage zur voraussichtlichen Einsatzdauer nicht zu", hieß es in der Mitteilung der Feuerwehr Krefeld. Nach Angaben der Feuerwehr Mönchengladbach sollte der Einsatz voraussichtlich die ganze Nacht dauern. 

Bereits Anfang Juni war die Issel nach starken Regenfällen angeschwollen. Dabei kam es in mehreren Ortschaften zu Überschwemmungen und vereinzelt zu Dammbrüchen. Besonders betroffen waren Hamminkeln und Isselburg im angrenzenden Münsterland. 

In Borken waren 150 Einsatzkräfte, darunter Feuerwehrleute aus Gelsenkirchen, im Einsatz. Im Ortsteil Gemen war nach Starkregen der Fluss Bocholter Aa gefährlich angestiegen, sagte ein Mitarbeiter des Krisenstabes. Einzelne Straßen in Gemen waren überflutet. 

Die Einsatzkräfte sicherten Gebäude mit rund 10.000 Sandsäcken vor dem Wasser. Einzelne Häuser mussten sicherheitshalber vom Strom getrennt werden. "Die Kanalisation ist voll, der Boden ist gesättigt", schilderte der Mitarbeiter des Krisenstabes. 

Die Feuerwehr Düsseldorf kam den Einsatzkräften im Kreis Borken mit 4000 Sandsäcken zu Hilfe. Auch die Feuerwehr Ratingen half im Kreis Borken mit einer Füllanlage für Sandsäcke und Feuerwehrleuten. - dpa

Quelle: wa.de

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