Kein Knöllchen, aber günstig essen: Zu Recht gekündigt

Krefeld - Ein städtischer Mitarbeiter darf keine vergünstigten Speisen eines Imbissbudenbetreibers entgegennehmen, wenn seine Kunden dafür unbehelligt im Parkverbot stehen können.

Die Kündigung des Mitarbeiters des kommunalen Ordnungsdienstes durch die Stadt Tönisvorst sei wegen des dringenden Verdachts der Vorteilsnahme berechtigt, teilte das Arbeitsgericht Krefeld am Dienstag mit. Die Richter hoben zwar die fristlose Kündigung des 51-Jährigen städtischen Angestellten auf, gaben aber der fristgerechten Kündigung vom November 2013 recht.

Dem Mann, der seit 2009 bei der Stadt beschäftigt war, wurde vorgeworfen, von einem Imbissbetreiber ein "all inclusive"-Mittagsangebot für fünf Euro erhalten zu haben. Dieses günstige Mittagessen war seitens des Imbissbetreibers offenbar mit der Erwartung verbunden gewesen, dass seine unerlaubt vor dem Imbiss parkenden Kunden keine "Knöllchen" erhalten. Der städtische Mitarbeiter kann gegen das Urteil Berufung einlegen. - epd

Aktenzeichen: 2 Ca 1992/13

Quelle: wa.de

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