Hagen: Feuer in Moschee gelegt - Staatsschutz ermittelt

Das Feuer in einer Hagener Moschee konnte zum Glück schnell gelöscht werden. Ein junger Mann hatte Schulungshefte auf dem Gebetsteppich entzündet

Hagen - Auf eine Moschee an der Körnerstraße in Hagen wurde am Samstagmorgen ein Brandanschlag verübt. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, der Staatsschutz ermittelt.

Nach Angaben der Polizei betrat ein etwa 20-jähriger Mann zwischen 6.30 und 7 Uhr den Gebetsraum der Moschee, nahm mehrere Schulungshefte aus einem Regal und entzündete sie auf dem Gebetsteppich. Anschließend habe der Täter die Moschee verlassen. Die brennenden Hefte lösten die Brandmeldeanlage aus. Dem Jugendwart der Moschee, der sich in der Nähe aufhielt, gelang es, das Feuer mit einem Eimer Wasser zu löschen. Sein schnelles Eingreifen verhinderte ein Ausbreiten des Feuers und damit einen größeren Schaden. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. Da ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht ausgeschlossen wird, hat der Staatsschutz der Hagener Polizei die Ermittlungen übernommen. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter Tel. 0 23 31 / 9 86 20 66 zu melden.

Der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) verurteilte „den feigen Anschlag“ auf das Schärfste. In der letzten Zeit habe es einen starken Anstieg von Angriffen auf Muslime und ihre Einrichtungen in Deutschland gegeben, so der Verband. „Die VIKZ-Gemeinde ist entsetzt über den Anschlag und hofft, dass der Täter schnell gefasst wird“, hieß es in einer Stellungnahme am Wochenende. Dem Verband sind bundesweit zirka 300 selbständige Moschee- und Bildungsvereine angeschlossen.

Quelle: wa.de

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