60 Zwangsabmeldungen durchgeführt / Smartphones sichergestellt

Hagener Polizei greift zusammen mit rumänischen Kollegen durch

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Zwei rumänische Polizisten unterstützten die Hagener Behörden bei der Kontrolle.

Hagen - Polizei, Ordnungsamt, Ausländerbehörde und Jobcenter in Hagen haben am Dienstag an mehreren Stellen im Stadtgebiet bei Kontrollen vor allem gegen Menschen aus dem rumänischen Sprachraum rigoros durchgegriffen. 60 Personen wurden zwangsabgemeldet, weil sie an Meldeadressen gar nicht wohnen - sie erhalten ab sofort keine kommunalen Leistungen mehr. Außerdem wurde mutmaßliches Diebesgut sichergestellt: 16 originalverpackte Smartphones.

Diese iPhones wurden sichergestellt.

Laut Pressemitteilung der Polizei Hagen von Mittwochmittag waren rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Polizei, Ordnungsamt, Ausländerbehörde sowie des Jobcenters "unterwegs, um melderechtlichen Bestimmungen zu überprüfen. Die wiederkehrenden Kontrollen sollten unter anderem dazu beitragen, einen genauen Überblick über die tatsächlichen lebenden Bewohner in mehreren Häusern zu erhalten."

Weil es sich hierbei vornehmlich um Menschen aus dem rumänischen Sprachraum handele, hätten die kontrollierenden Institutionen erneut Unterstützung von zwei rumänischen Polizisten bekommen. 

"Ihre Beteiligung war ein voller Erfolg, denn so konnten die sonst üblichen sprachlichen Sprachbarrieren problemlos überwunden werden. Darüber hinaus war so mancher Bewohner sichtlich beeindruckt, mit Polizisten aus der Heimat zu sprechen", teilt die Polizei weiter mit.

Die Kontrollen führten am Ende zu drei Strafanzeigen wegen Diebstahls und Entziehung elektrischer Energie ("Stromklau"). Außerdem wurden 16 originalverpackte Smartphones von Apple (iPhones) sichergestellt. "Diese stammen vermutlich aus Straftaten", so die Polizei.

Darüber hinaus stellte die Stadt Hagen zwölf rumänische Ausweisdokumente zur Überprüfung auf Echtheit sicher. Für rund 60 Personen wurden außerdem Zwangsabmeldungen durchgeführt. Diese Menschen waren an den überprüften Wohnanschriften zwar gemeldet, aber wohnten dort tatsächlich nicht. Die Zwangsabmeldungen sind mit Streichungen der kommunalen Leistungsbezüge verbunden.

"Aufgrund des Erfolges der Kontrollen werden diese in Zukunft wiederholt", heißt es abschließend in der Einsatzbilanz aus Hagen.

Quelle: wa.de

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