Für Gruselfans

Das Ende naht: Halloween-Horror-Fest im Movie Park

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Bottrop  - Das Halloween-Horror-Fest 2015 lockt im Oktober wieder tausende Gruselfans in den Movie Park Germany in Kirchhellen. Es ist laut Park das größte und spektakulärste Horror-Event Deutschlands, und wenn man selbst mittendrin ist, teilt man diese Einschätzung zweifellos. Die Filmsets der Horrorwood-Blockbuster erwachen zum Leben.

Orientierungslos irre ich durch die absolute Dunkelheit, am Ende des Ganges scheint flackerndes Licht, eine dichte Nebelwand lässt nur eine Sicht von wenigen Zentimetern zu, dann der Schock. Ein Zombie mit schrecklichen Narben im Gesicht stürmt auf mich zu und bleibt unmittelbar vor mir stehen. Einen Schritt zurück und einen kurzen Schrei kann ich mir nicht verkneifen. Alles erscheint so real an den Filmsets der Horrorwood-Studios am Rande des Ruhrgebiets...

Die Flaniermeile, der die Besucher sonst an den Hollywood-Boulevard versetzen soll, wird in der Dämmerung von dutzenden Untoten verschiedenster Art bevölkert. Die Kostüme und Masken sind täuschend echt, mit viel Liebe zum Detail, ausgestaltet. Ob gespenstisch dreinblickende Clowns, rauchende Metzger oder auch der Kettensägenmörder, sie alle warten nur auf die Gelegenheit, den nichtsahnenden Lebenden aufzulauern, um sie mit einem Schrei, einem Geräusch oder einer Geste zu erschrecken. Sehr zur Freude aller Gäste drumherum.

Halloween-Horror-Fest im Moviepark Germany

Ein absoluter Höhepunkt, da bin ich mir mit zahlreichen Gruselfans einig, die schon seit Jahren zum Halloween-Horror-Fest kommen, ist das Deathpital am äußersten Rand des kompakten Geländes. Dieses Labyrinth wird für Gäste ab 16 Jahren empfohlen, nicht ohne Grund, wie einige andere Halloween-Attraktionen auch. Dieses Krankenhaus ist außer Kontrolle geraten. In den Gängen können schon mal Körperteile verloren gehen. Die Dunkelheit lässt Gefahren hinter jeder Ecke vermuten. Wenn plötzlich eine Leiche mit offenem Bauch oder der gequälte Patient auf dem Zahnarztstuhl zum Leben erwachen, bleibt auch der härteste Besucher nicht unberührt. Das Deathpital beeindruckt aufgrund der Vielzahl der Darsteller, die ihr Handwerk verstehen.

Doch damit nicht genug, weiter geht es in das Slaughterhouse. Die Fleischfabrik versucht gleichbleibend gute Qualität anzubieten, egal ob das Produkt tierischer oder menschlicher Natur ist. Die Metzger suchen immer wieder nach neuen Schlachtobjekten. Spätestens als eine dichte Nebelwand das Fortkommen durch fehlende Orientierung nahezu unmöglich macht, steigt Panik auf. Ich hatte Glück und bin in einem Stück aus dem Schlachthaus gekommen. Ob das alle geschafft haben, ist nicht überliefert.

Zum Halloween-Horror-Fest öffnet der Park jeweils von Donnerstag bis Samstag im Oktober bis 22 Uhr. Entlang des Untoten-Boulevards sind mehrere Gruselattraktionen geöffnet. Es seien nur einige genannt, wie Infected, die Quarantänestation des Los Angeles Police Departments à la „The Walking Dead“, oder der Circus of Freaks, der hinter jeder Ecke einen Aufreger bereithält. Wenn Affen, Clowns oder Tänzerinnen verrückt spielen, ist der Halloween-Freak mitten drin in einer ziemlich ungewöhnlichen Manege.

Auch jüngere Halloween-Anhänger kommen im Movie Park auf ihre Kosten. In der Nähe des Nicklands findet täglich von 12 bis 17 Uhr Halloween for Kids statt. Die Kinder können Kürbisse schnitzen, sich im Kinder- und Halloween-Labyrinth vergnügen und kleine Spiele mitmachen. Für die Größeren, die einfach mal eine Horrorpause einlegen wollen, steht das Nickland als monsterfreie Zone bereit. Eine entspannte Runde in der Ice-Age-Wasserbahn gedreht, dann kann sich jeder wieder in das Getümmel stürzen.

Neben all den Untoten gerät beim Halloween-Horror-Fest fast schon in Vergessenheit, dass der gesamte Park mit den üblichen Attraktionen, wie die Wasserbahnen und die Achterbahn Van Helsing, geöffnet ist. Doch das ist an diesen Tagen wirklich nur Nebensache, in erster Linie geht es ums eigene Überleben.

Alle Informationen rund um das Halloween-Horror-Fest sind online abrufbar unter www.halloween-horror-fest.de.

Quelle: wa.de

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