Hunderte Motorradunfälle an NRW-Hotspots

Meschede - Strahlender Sonnenschein und reizvoll kurvige Strecken - viele Motorradfahrer übertreiben da deutlich beim Tempo. Vor allem zu Beginn der Saison kommt es häufig zu Unfällen. Auch Fahrfehler sind häufige Ursache.

An den Motorrad-Hotspots in Eifel, Sauerland und im Oberbergischem haben sich in diesem Jahr bereits Hunderte Unfälle ereignet. Die Zahl liegt aber trotz des lange Zeit guten Wetters nicht höher als in Vorjahren. "Wir sprechen von einem normalen Verlauf", sagte Holger Glaremin von der Polizei im Hochsauerlandkreis. Die meisten Unfälle ereigneten sich zum Saisonstart nach der Winterpause. Der Hochsauerland zählte bislang mehr als 100 Unfälle mit 7 Toten und rund 40 Schwerverletzten.

Im Oberbergischen Kreis lag die Zahl der Unfälle bis Mitte des Sommers mit 134 Fällen sogar exakt so hoch wie im Vorjahr. Schwerpunkt sei der Mai gewesen. Viele Fahrer stammten von außerhalb und suchten die kurvigen Strecken. Unfallursache seien häufig hohe Geschwindigkeit und Fahrfehler, sagte Polizeisprecher Michael Tietze.

Auch im Eifelkreis Euskirchen sind die Unfallzahlen nach Polizeiangaben nicht gestiegen. Unfallkritische Zeit sei aber nicht nur der Saisonstart. Viele Strecken zum Nürburgring führten durch das Kreisgebiet. Auf dem Weg dorthin gebe es immer wieder auch schwere Unfälle. Beteiligt seien häufig Fahrer, die die kurvenreichen Berg- und Talstrecken der Eifel nicht gewohnt seien und ihre Fähigkeiten überschätzten, sagte Polizeisprecher Norbert Hardt.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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