HWWI-Städteranking: NRW-Industriestädte werden abgehängt

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Frankfurt/Main - Nordrhein-Westfalens Industriestädte drohen im Wettbewerb mit Wissensmetropolen wie München, Frankfurt oder Stuttgart abgehängt zu werden. In einem am Donnerstag veröffentlichten Ranking der Zukunftsperspektiven in den 30 größten deutschen Städte belegen Duisburg, Wuppertal, Bochum und Gelsenkirchen nur die Plätze 25 bis 28.

Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) und die Privatbank Berenberg hatte die Untersuchung gemeinsam vorgestellt. Bevölkerungsrückgang und Verlust an Arbeitsplätzen dominierten in den Städten am Ende der Liste immer deutlicher. "Der Abstand dieser schrumpfenden Städte zu den wachsenden, sich erfolgreich entwickelnden Städten vergrößert sich zunehmend", sagte Hans-Walter Peters, Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter von Berenberg, einer Mitteilung zufolge. Sieger der Rangliste wurde München vor Berlin und Leipzig. Schlusslicht ist zum vierten Mal in Folge Chemnitz.

Den besten Platz in NRW belegte Köln als sechster. Bonn rutschte deutlich von Platz 3 vor zwei Jahren auf Platz 9 ab. Ursache sei wohl die nicht mehr so dynamisch wachsende Beschäftigung in der früheren Bundeshauptstadt, so die Untersuchung. Für das Ranking zur Zukunftsfähigkeit der Städte wurden die Produktivitätsentwicklung, Standortfaktoren wie Bildung, Innovationsfähigkeit, Erreichbarkeit, Internationalität sowie die demografische Entwicklung analysiert. - lnw

Quelle: wa.de

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