Immer im Bilde: So werden Sie zum Hobbyfotografen

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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Mit unseren Tipps zu Ausrüstung und Vorgehen werden Sie ein erfolgreicher Hobbyfotograf.

Selfies in allen Ehren, doch die wirkliche Kunst steckt in atemberaubenden Aufnahmen von Landschaften, Menschen oder Gebäuden. Dafür brauchen Sie neben technischem Equipment ein Gespür für das perfekte Motiv. Hier erfahren Sie, was Sie als Hobbyfotograf wissen müssen.

Nicht ohne mein Stativ: Die passende Ausrüstung

Eine gute Kamera macht noch keinen guten Fotografen. Vermeiden Sie den Fehler, in eine teure High Tech-Ausrüstung zu investieren, die Sie nicht ausnutzen. Für den Anfang reicht eine Spiegelreflexkamera plus Objektiv. Besorgen Sie ein Stativ für Outdoor-Aufnahmen, wenn Sie etwa Landschaften oder Tiere fotografieren.

Viel wichtiger als die Qualität der Kamera ist das Verständnis ihrer Funktionen. Der Automatikmodus kommt für einen ambitionierten Hobbyfotograf nicht in Frage. Lernen Sie, Ihre Kamera manuell einzustellen und das Zusammenspiel zwischen Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert zu verstehen.

Diese Parameter bestimmen, wie hell Ihr Foto wird und ergänzen sich oder heben sich gegenseitig auf. Die Belichtungszeit sollte möglich kurz sein – sie entscheidet darüber, wie stark verwischt Objekte aussehen, die sich bewegen. Ein höherer ISO-Wert führt zu mehr Rauschen im Bild, daher gilt die Faustregel: So hoch wie nötig, so niedrig wie möglich. Testen Sie die Einstellungen, damit Sie die optimalen Voraussetzungen für Ihre Fotoideen finden.

Die Suche des Hobbyfotografen nach dem „Eyecatcher“

Versuchen Sie, aus ungewöhnlichen Perspektiven zu fotografieren. Suchen Sie sich daher gute Ausgangspunkte. Knien Sie, legen Sie sich hin und wechseln Sie häufig den Standort. So schärfen Sie Ihre Augen für geeignete Fotomotive. Vermeiden Sie Fotos, auf denen Sie aufgenommenen Personen, Tiere oder Objekte in der Mitte zeigen. Platzieren Sie Ihre Motive alternativ zum Rand hin, so fallen auch interessante Details im Hintergrund ins Auge.

Mancher Hobbyfotograf setzt darauf, möglichst viel mit einem Bild einzufangen - dabei sagen Details häufig mehr aus. Zeigen Sie Mut zur Nähe: Fokussieren Sie etwa bei einem Kind, das etwas in der Hand hält, nur auf Gesicht, Hände und Gegenstand. So blenden Sie die Umgebung aus und haben Ihr Wunschmotiv hautnah vor der Linse.

Tipp: Wählen Sie die Bildausschnitte durch den Sucher immer etwas großzügiger. So haben Sie genügend Spielraum beim Schneiden und Gestalten Ihrer Fotos in der Nachbearbeitungsphase.

Nach dem Foto ist vor der Nachbearbeitung

Haben Sie einige Aufnahmen im Kasten, verwalten und bearbeiten Sie Ihre Fotos am Computer. Nutzen Sie als Hobbyfotograf dazu ein passendes Bildbearbeitungsprogramm, das sich einfach bedienen lässt. Nützliche Tipps gibt es zum Beispiel an dieser Stelle. Sortieren Sie zunächst Ihre Aufnahmen und verwerfen Sie Bilder, die unscharf oder verwackelt sind. Trennen Sie sich von Fotos, die das gleiche Motiv zeigen.

Überprüfen Sie den Schnitt Ihrer Fotos. Damit die bildwichtigsten Teile nicht mittig stehen, platzieren Sie das Hauptmotiv im Zweifel im „Goldenen Schnitt“. Dieser gliedert Ihr Bild in das Seitenverhältnis ein Drittel zu zwei Drittel – eine Aufteilung, die viele Menschen harmonisch empfinden. Gängige Softwares zur Bildbearbeitung bieten dafür Rasterlayouts an, die Sie über Ihre Aufnahme legen können. So finden Sie schnell den idealen Bildausschnitt.

Bei der Bildbearbeitung sind Ihnen keine Grenzen gesetzt. So optimieren Sie Ihre Fotos:

  • Kontrast und Bildschärfe verbessern
  • Farbton und Sättigung anpassen
  • Augenränder und Hautunreinheiten bei Gesichtern retuschieren
  • Hintergründe weichzeichnen

Tipp: Speichern Sie Ihre Fotos im RAW-Format, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Im Gegensatz zum JPEG-Standard, bei dem diverse Filter über dem Originalbild liegen, sind RAW-Aufnahmen „digitale Negative“. Sie bieten eine höhere Qualität und mehr Freiheiten in der Bildbearbeitung. Achtung: RAW-Fotos belegen sehr viel Speicherplatz. Zudem müssen Sie sie in ein finales Format wie etwa JPEG konvertieren.

Quelle: wa.de

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