Veilchendienstagszüge in Mönchengladbach und Attendorn

+

Köln - Die einen haben es hinter sich, manche feiern heute und wieder andere überlegen, wann sie es nachholen können. Karneval ist noch nicht vorbei. Am Veilchendienstag starten die großen Umzüge in Mönchengladbach und Attendorn.

Nach dem sturmgepeitschten Rosenmontag stehen in manchen Städten Nordrhein-Westfalens die Veilchendienstagsumzüge auf den Programm. Den größten gibt es traditionell in Mönchengladbach (13.11 Uhr), wo heute viele Tausend Gäste erwartet werden. Dort gehen rund 4000 Teilnehmer mit dem Zug durch die Stadt, unter ihnen Tanz- und Funkengarden und zahlreiche Musikkapellen.

In Attendorn setzt sich bereit um 11.11 Uhr einer der größten Karnevals- Umzüge in Südwestfalen in Bewegung. Knapp 2.000 Zugteilnehmer - aufgeteilt auf über 100 Wagenbauer-, Musik- und Fußgruppen - ziehen nach Angaben der Karnevalsgesellschaft Die Kattfiller durch die Straßen der närrischen Hansestadt. Bis zu 30.000 Zuschauer werden dabei erwartet. 

In anderen Städten blicken Karnevalisten am Dienstag zurück auf den wichtigsten Tag ihrer Session. In Düsseldorf kann nach Aussage von Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) vielleicht schon entschieden werden, wann der abgesagte Rosenmontagszug nachgeholt wird. Das soll so schnell wie möglich geschehen, allerdings muss eventuell die Fastenzeit abgewartet werden. Jedenfalls will Geisel am Abend beim "Närrischen Zapfenstreich" (19Uhr) die Rathausschlüssel von den Narren zurückbekommen.

In Köln will die Polizei nach einem ungestörten Rosenmontagszug eine Bilanz ihres Einsatzes ziehen. Nach den Erfahrungen der Silvesternacht, als die Beamten angesichts zahlloser Übergriffe vor allem auf Frauen hilflos erschienen, waren die Einsatzkräfte massiv verstärkt worden. Der neue Polizeipräsident Jürgen Mathies zeigte sich schon am Montagabend zufrieden: "Das Konzept des konsequenten Eingreifens hat sich meines Erachtens wirklich bewährt", sagte er. Einzelheiten sollen am Dienstag (11 Uhr) bekanntgegeben werden.

Viele andere Städte hatten sich aber wie Düsseldorf gegen jedes Risiko entschieden. Auch in Münster fiel der Umzug aus - dabei kam vielfach blauer Himmel und Sonne durch. Doch die Warnungen der Meteorologen erwiesen sich als durchaus berechtigt: Durch die Straßen der Landeshauptstadt toste am Nachmittag plötzlich ein Unwetter mit schweren Windböen auch dort, wo zur selben Zeit der Zug gewesen wäre.

Ob mit oder ohne Rosenmontagszug - Polizei, Feuerwehr und Ordnungsdienste waren wachsam, aber nicht über die Maßen gefordert. Größere Zwischenfälle gab es nicht, zumeist blieb es bei den - wie es die Aachener Polizei ausdrückte - "karnevalstypischen Einsätzen", häufig bedingt durch Alkoholgenuss. - lnw/she

Quelle: wa.de

Kommentare