Karnevalsparty im NRW-Innenministerium abgesagt

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Innenminister Ralf Jäger steht wegen einer geplanten Karnevalsparty im Innenministerium in der Kritik, nun wurde die Feier abgesagt.

Düsseldorf - Im NRW-Innenministerium ist die traditionelle Karnevalsparty an Weiberfastnacht abgesagt worden. Das bestätigte ein Ministeriumssprecher am Donnerstag in Düsseldorf.

"Schon die jetzt im Hause geführten Diskussionen lassen es uns unmöglich erscheinen wie in den früheren Jahren unbeschwert zu feiern und damit den Gemeinsinn zu fördern", heißt es in der Absage des Personalrats an die Mitarbeiter, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Es habe sich um eine Veranstaltung des Personalrats gehandelt, nicht des Ministers, betonte der Sprecher. 

Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte bereits am Montag gesagt, dass er selbst keinen Karneval feiern werde. Angesichts der angespannten Sicherheitslage sollen an Karneval in Nordrhein-Westfalen auch 2400 Polizeischüler eingesetzt werden.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Gregor Golland zitierte dagegen aus einem dreiseitigen Einladungs-Rundschreiben an die Mitarbeiter des Ministeriums: "Unser Minister Ralf Jäger würde sich jedenfalls sehr freuen, Sie an Altweiberfastnacht zahlreich aus Ihren Büros locken zu können...". 

In der Absage wird nun eingeräumt, dass es an den Feierplänen im Ministerium Kritik aus den Kreispolizeibehörden gegeben habe. Dort seien zuvor bereits mehrere Karnevalspartys abgesagt worden. "Während man im Ministerium in Düsseldorf die Korken knallen will, werden unerfahrene Polizeischüler in schwere Einsätze geschickt und normale Polizeibeamte haben Dienstfreisperre", kritisierte Golland. Erst nach Presseanfragen sei die Party abgesagt worden. - lnw

Quelle: wa.de

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