Karnevalsverband sieht Nachholtermine für Rosenmontagszüge skeptisch

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Mainz/Düsseldorf - Vertreter des Bundes Deutscher Karneval (BDK) sehen Nachholtermine für abgesagte Rosenmontagszüge im Frühling oder Sommer eher skeptisch. "Es gibt grundsätzlich die Regelung, dass außerhalb der Fastnachtszeit keine karnevalistischen Veranstaltungen stattfinden sollen", sagte der Vizepräsident des BDK, Peter Krawietz.

Das Fest sei "eingebettet in den christlichen Jahreskreis" und finde - wie der Begriff "Fastnacht" zeige - unmittelbar vor der Fastenzeit statt. "So bitter es ist, man kann nicht sagen, aus irgendeinem Grund fällt Weihnachten aus, also holen wir das irgendwann nach." 

Mehrere Städte hatten schweren Herzens ihre Rosenmontagszüge abgesagt. Grund war das Sturmtief "Ruzica". Düsseldorf kündigte bereits an, "schnellstmöglich" einen Ausweichtermin finden zu wollen - am besten noch bevor die "Kamelle" nicht mehr haltbar sind.

Nach der Absage des Zugs in Münster am Sonntagabend kündigte der Vizepräsident vom Bürgerausschuss Münsterscher Karneval, Helge Nieswandt, bereits an, dass es in der Stadt auf keinen Fall einen Sommerkarneval geben werde, dafür eine "anders geartete Veranstaltung". 

Die abgesagten Umzüge drücken bei den Karnevalsvereinen nicht nur auf die Stimmung, sondern womöglich auch auf den Geldbeutel. Der Präsident des BDK, Volker Wagner, verwies im Gespräch mit der "Rheinischen Post" auf die möglichen finanziellen Folgen. "Es geht um Sponsoren, die jetzt ihr Geld zurückverlangen könnten. Nicht alle Zugteilnehmer sind gegen einen Ausfall versichert", sagte er der Zeitung. - dpa

Quelle: wa.de

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