Sturm "Heini": Flüchtlingsdörfer in Selm und Soest evakuiert

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Symbolbild.

[Update 15.40 Uhr] Düsseldorf/Selm/Soest - Wegen Sturm "Heini": Flüchtlingsdörfer in Selm und Soest evakuiert Über 850 Flüchtlinge mussten ihre Unterkünfte verlassen. Auslöser waren die Warnungen vor dem Sturmtief. Größere Schäden richtete "Heini" aber nicht an.

Sturmtief "Heini" hat mehr als 850 Flüchtlinge für eine Nacht aus ihren Unterkünften vertrieben. Sie mussten vorsorglich die Zeltstädte in Selm und Soest verlassen. In Selm verbrachten die Flüchtlinge die Nacht zum Mittwoch in einer Turnhalle, die in Soest Untergebrachten wurden mit Bussen in Unterkünfte nach Lünen und Schwerte gebracht. Am Mittwoch konnten alle wieder in die Zeltstädte zurück.

"Das waren Vorsichtsmaßnahmen, weil um die Unterkünfte herum Bäume stehen - die Zelte selbst waren eigentlich nicht das Problem", sagte Ralf Ciekanowski, Sprecher der Bezirksregierung Arnsberg.

In Essen wurden die Flüchtlingsdörfer nicht evakuiert - dort waren die Bäume in der Umgebung schon beim Aufbau der Zelte gefällt worden. "Nach dem Pfingststurm waren wir auf solche Dinge vorbereitet", sagte am Mittwoch Mike Filzen, der Sprecher der Feuerwehr Essen.

Insgesamt schüttelte Sturmtief "Heini" das Land in der Nacht zu Mittwoch zwar ordentlich durch, größere Schäden wurden aber nicht gemeldet. Die Polizei berichtete von kleineren Einsätzen, hauptsächlich wegen umgestürzter Bäume und Baustellenabsperrungen oder loser Fassadenverkleidungen. In Dortmund stürzte ein Baum auf ein Fahrgeschäft des Weihnachtsmarkts. In Wuppertal kippte der Wind den Weihnachtsbaum auf dem Weihnachtsmarkt um. In Ennepetal (Ennepe-Ruhr-Kreis) und Düsseldorf mussten die Feuerwehren auf Hausdächer gestürzte Bäume wegräumen.

Im Laufe des Mittwochs ließ der Wind allmählich nach. Für die Nacht zum Donnerstag erwartete der Deutsche Wetterdienst aber erneut starke oder stürmische Böen. - dpa

Quelle: wa.de

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