Unweit der A43 zwischen Münster und Wuppertal

Kleinflugzeug im Ruhrgebiet abgestürzt: Zwei Verletzte - einer aus Hamm

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Beim Absturz eines Kleinflugzeuges im nördlichen Ruhrgebiet sind am Mittwoch zwei Menschen schwer verletzt worden.

[Update 17.30 Uhr] Hamm/Marl - Ein 40-jähriger Hammer ist am Mittag bei einem Flugzeugabsturz schwer verletzt worden. Er hatte sich als Flugschüler an Bord einer zweimotorigen Maschine befunden. Auch sein 69-jähriger Fluglehrer aus dem niedersächsischen Bockhorn wurde schwer verletzt. In einer spektakulären Rettungsaktion wurden die beiden aus einem unwegsamen Waldstück in Marl-Sinsen nahe der Autobahn 43 geborgen.

Das Unglück hatte sich gegen 12 Uhr ereignet. Die aus den 1970er Jahren stammende Maschine vom Typ Gulfstream GA 7 Cougar hatte auf dem Gelände des Flughafens Loemühle zu einem Touch-and-go-Manöver angesetzt. Diese Durchstartübung misslang jedoch. Wie die Bezirksregierung Münster am Abend mitteilte, soll das Fahrwerk der Maschine nicht ausgefahren gewesen sein. Die Maschine soll mit Rumpf und Propellern auf der Startbahn aufgeschlagen sein, habe aber noch einmal abheben können. 

Die nur wenige hundert Meter entfernte Autobahn 43 wurde noch überflogen, dann stürzte das Flugzeug über einer etwa 20 Hektar großen Waldfläche (Naturschutzgebiet „Die Burg“) ab. Zeugen beobachteten den Absturz und alarmierten die Polizei. Die genaue Unglücksstelle in dem unwegsamen Naturschutzgebiet war zunächst unklar. Die Polizei setzte einen Hubschrauber ein, um diese zu finden. 

Ein Großaufgebot von Feuerwehrkräften machte sich auf den Weg und versuchte, sich zu Fuß zu der Maschine vorzuarbeiten. Einer glücklichen Fügung war es zu verdanken, dass die beiden Schwerstverletzten etwa eineinhalb Stunden später aus der total zerstörten Maschine geborgen werden konnten: Die Hubschrauberstaffel der Landespolizei hatte zur selben Zeit bei Leverkusen am Rhein eine Rettungsübung unter Einsatz einer Winde trainiert. Der entsprechende Hubschrauber drehte sofort in Richtung Marl ab und war nur wenige Minuten später am Einsatzort.

Eines der Besatzungsmitglieder wurde über die Winde zu der Unglücksmaschine abgeseilt, wo bereits erste Sanitäter eingetroffen waren. Ein sogenannter Rettungskäfig wurde als nächstes abgelassen, in dem die beiden Verletzten nacheinander zu einer am Waldrand gelegenen Wiese geflogen wurden. 

Dort warteten Rettungswagen, die die beiden Piloten zur intensivmedizinischen Behandlung in Krankenhäuser fuhren. Nach Auskunft der Polizei Recklinghausen schwebte keiner der Männer in Lebensgefahr.

Quelle: wa.de

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