Kraftfahrer gesteht tödliche Hammer-Hiebe nach 35 Ehe-Jahren

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Der Angeklagte Johann K. wartet vor dem Landgericht in Krefeld auf den Beginn des Prozesses. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, seine Frau nach 35 Ehejahren mit dem Hammer erschlagen zu haben.

Krefeld - In einer Krefelder Tiefgarage stieß die Polizei im Kofferraum eines Autos auf eine Frauenleiche - umgebracht mit 23 Hammerschlägen. Der Ehemann gesteht die Tat.

Krefeld - Ein Krefelder Kraftfahrer hat gestanden, seine Frau nach über 35 Jahren Ehe mit einem Hammer erschlagen zu haben. Der 56-Jährige muss sich seit Freitag wegen Mordes vor dem Krefelder Landgericht verantworten. Seine Frau habe ein Doppelleben geführt, einer Sekte angehört und ihn betrogen, behauptete der Angeklagte.

Er ist laut Staatsanwaltschaft vermutlich psychisch schwer krank. Zeugen und Angehörige wiesen die Behauptungen des Angeklagten zurück. Der 56-Jährige habe sich vor der Tat in seinem Wesen verändert und sei extrem eifersüchtig gewesen. So habe er seine Frau aus Eifersucht während seiner Nachtschichten im Lkw mitgenommen.

Nach der Tat wollte er sich selbst umbringen. Das Gericht verlas am Freitag seinen Abschiedsbrief: "Ich konnte nicht anders. Ich hätte ohne sie nicht leben können, weil ich sie sehr geliebt habe." Polizisten hatten die Leiche der 53 Jahre alten Frau im Kofferraum seines Wagens entdeckt.

Das Auto stand in der Tiefgarage des Wohnhauses, in dem das Paar lebte. Als seine Frau ihn verlassen wollte, soll der Berufsfahrer seinen Mordplan geschmiedet haben. Laut Anklage hatte der Mann einen Hammerstiel abgesägt, den Hammerkopf mit Klebeband umwickelt und im Auto deponiert.

Auf dem Rückweg von einem Verwandtenbesuch soll er dann im März an einer Autobahnausfahrt auf dem Standstreifen gestoppt und zugeschlagen haben. Den Ermittlern zufolge hatte er seinem Arbeitgeber dann bei einem Telefonat angekündigt, er könne nicht zur Arbeit kommen, es werde noch mehr Blut fließen.

Das Unternehmen schaltete die Polizei ein. Der Chef bestätigte das Telefonat am Freitag im Zeugenstand. Die Obduktion ergab, dass der Frau mit 23 Hammerhieben der Schädel zertrümmert worden war. Die Staatsanwaltschaft geht von einem heimtückischen Mord aus, hält den Angeklagten aber für schuldunfähig. Er hatte die Tat bereits im Polizeiverhör gestanden und soll unter Wahnvorstellungen leiden. - dpa

Quelle: wa.de

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